Schulprogramm 2010 - überarbeitete Fassung (2014)

 

Schulprogramm der Nikolaus–Schule

Gemeinschaftsgrundschule
Bornheim-Waldorf

(aus: 3/2010, bereinigt 11/2014 und 10/2017)

 

 

 

INHALTSVERZEICHNIS

 

 

Unsere Schule trägt den Namen „Nikolaus-Schule"

 

Namensgebung

Im Jahre 1982 erhielt die Gemeinschafts-Grundschule Waldorf auf Vorschlag der Schulkonferenz den Namen Nikolaus-Schule.

Aus der Tradition der Legende nehmen wir uns Nikolaus von Myra als Vorbild und orientieren unser Handeln an seinen vorgelebten Werten.

Wir streben an, dass die Schülerinnen und Schüler unserer Schulesich angenommen fühlen, um andere annehmen zu können, Einfühlungsvermögen und Mitgefühl aufbauen können, Sensibilität entwickeln für die Hilfsbedürftigkeit anderer und danach handeln, teilen und abgeben lernen, um das Miteinander in der Schule zu fördern als Gegenpol zu unserer individualistisch ausgerichteten Gesellschaft.

 

Unsere Schule ist eine Gemeinschaftsgrundschule.

Die Bezeichnung Gemeinschaftsgrundschule bedeutet, dass in unserer Schule Kinder christlichen Glaubens, anderer religiöser Bekenntnisse und Weltanschauungen und Kinder ohne religiöses Bekenntnis gemeinsam unterrichtet werden.

Der Schulalltag orientiert sich im Zusammenleben, -arbeiten und -feiern an den Grundwerten des christlichen Glaubens.

Religionsunterricht wird in Evangelischer und Katholischer Religionslehre erteilt. Beide Konfessionen veranstalten regelmäßig Gottesdienste in der Waldorfer katholischen Kirche „St. Michael“ und in der Schule. Zum Schluss des Schuljahres feiern wir einen ökumenischen Gottesdienst in der Hemmericher evangelischen „Markuskirche".

Den Eltern der Kinder anderer religiöser Bekenntnisse und Weltanschauungen oder der Kinder ohne religiöses Bekenntnis steht es frei, ihre Kinder am Religionsunterricht teilnehmen zu lassen. Kinder, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, besuchen in diesen Stunden eine andere Klasse und arbeiten an ihren Unterrichtsprogrammen weiter.

 

Das Schulgebäude

Das Gebäude wurde für die Hauptschule Waldorf in den Jahren 1968 - 1969 geplant und gebaut. Nachdem diese aufgelöst worden war, zogen wir im Sommer 1992 in das Gebäude ein. Bis dahin war unsere Schule seit dem Jahre 1972 in den Pavillons untergebracht, die hinter dem Schulgebäude zum Schulwald hin liegen und in denen nun seit April 2001 der Städtische Kindertagesstätte und Kindertagesstätte Waldorf „Flora“ untergebracht ist. Unser Schulgebäude ist geräumig. Die vorhandenen Fachräume, wie Musik- und Werkraum sowie die Küche, werden gerne genutzt. In einem Medienraum und in allen Klassenräumen stehen den Kindern Computer zum Lernen zur Verfügung. Des Weiteren existiert seit dem Schuljahr 2002/2003 ein Leseraum als „Leseinsel". Den Mittelpunkt des Schulgebäudes bildet die Aula, in der auch unsere Schulfeiern stattfinden. Auch einige Feste der örtlichen Vereine werden hier abgehalten.

 

Standort unserer Schule

Die Nikolaus-Schule liegt im Bornheimer Ortsteil Waldorf. Sie wird auch von einzelnen Schülerinnen und Schülern anderer Ortsteile der Stadt Bornheim besucht. Sie hat 9 Klassen und zählt rund 190 Schülerinnen und Schüler. Sie ist landschaftlich schön gelegen am Hang des Vorgebirges. Westlich an das Schulgrundstück schließen sich landwirtschaftlich genutzte Flächen und der Schulwald an, nordöstlich öffnet sich die Kölner Bucht mit Blick zum Kölner Dom und weit ins Bergische Land hinein.

Die Nikolaus-Schule ist 1968 hervorgegangen aus den Klassen 1 bis 4 der Volksschulen Dersdorf, Kardorf und Waldorf. Für die neu geschaffene zweizügige Grundschule Waldorf waren die in diesen Orten vorhandenen Schulgebäude zu klein. Daher ließ die Stadt Bornheim als Schulträger direkt neben dem Schulwald in Waldorf ein Pavillongebäude in Leichtbauweise errichten, das als kurzfristige Übergangslösung gedacht war, dann jedoch bis zum Jahre 1992 die Gemeinschafts-Grundschule Waldorf beheimatete. Mit dem Ansteigen der Schülerzahlen in den 80er Jahren wurden bis zu vier Klassen im auf demselben Grundstück liegenden Gebäude der Hauptschule Waldorf unterrichtet. Nach dem Zusammenlegen der Hauptschulen Waldorf und Merten zog die Hauptschule ganz nach Merten und die gesamte Gemeinschafts-Grundschule Waldorf wechselte in das Gebäude der ehemaligen Hauptschule Waldorf, das der Grundschule nun genügend Platz bietet. Zur Grundschule gehören eine im Jahre 1972 errichtete Turnhalle, sowie zwei auf versetzten Ebenen liegende Schulhöfe mit Kletterhaus, einem Klettersechseck und einer Kletterwand.

 

Ganztagsbetreuung

Seit dem Schuljahr 1995/96 besteht die Gruppe der „Strolche". Diese besteht einerseits aus Kindern, welche im Rahmen der Offenen Ganztagsschule bis 16:00 Uhr betreut werden. Offene Ganztagsschule ist die Nikolaus-Schule seit dem Schuljahr 2005/2006. Dies beinhaltet für die daran teilnehmenden Kinder auch das Erledigen von Hausaufgaben, ein gemeinsames Mittagessen, Spiel – und Freizeitangebote sowie die Angebote unserer Kooperationspartner. Die Organisation der Betreuung der „Strolche" obliegt seit dem Schuljahr 2008/2009 der Katholischen Jugendagentur e.V.

 

Schwimmen an der Schule

Wöchentlich steht der Nikolaus-Schule für eine Stunde das Bornheimer Hallen- und Freizeitbad zur Verfügung.

 

Schulbus

Für die Schülerinnen und Schüler aus Dersdorf, Kardorf und Waldorf-Üllekoven stellt die Stadt Bornheim Schulbusse zur Verfügung. Den aktuellen Busfahrplan kann man der Homepage entnehmen.

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Teil 1 -  Bildung und Erziehung - individuelles und gemeinsames Lernen

 

Das Leitbild unserer Schule

„Alle in einem Boot: miteinander lernen, handeln, sich bewähren"

Folgende bildungstheoretische Begründungen der Unterrichtsziele stecken in den drei Hauptlinien unseres pädagogischen Handelns:

miteinander lernen

Darunter verstehen wir die Vermittlung von Wissen und Können in den Unterrichtsbereichen und die Anleitung zum Vernunftgebrauch als Grundlage für Selbstständigkeit und kritische Denkfähigkeit.

handeln

Um an der Welt teilhaben zu können, benötigen unsere Schülerinnen und Schüler Zeit für eigen-aktives Lernen, lebenspraktische Qualifikationen ebenso wie grundlegende Einsichten in die Verständigung zwischen Kulturen und Generationen.

sich bewähren

Hier geht es um die Entfaltung von Verantwortungsbereitschaft, das Einüben in Verständigung und Kooperation, die Stärkung des Selbstwertgefühles der Schülerinnen und Schüler und die Unterstützung ihrer persönlichen Identitätsfindung.

Über die Evaluation, das heißt durch systematisches Sammeln und Auswerten von Daten über Probleme, Fragen, neue Ideen und Impulse an unserer Schule, können wir gemeinsam mit der Elternschaft und unseren Kindern das Schulprogramm weiterentwickeln und die Qualität unserer Arbeit verbessern.

 

Ziele

Die Ziele des Lehrens und Lernens in der Grundschule sind der Aufbau einer tragfähigen Wissensbasis und die Entwicklung grundlegender Kompetenzen. Jeder Unterricht ist erziehender Unterricht, der Wertevorstellungen vermittelt und Urteils- und Handlungsfähigkeit entwickelt. Wenn alle Kinder mit ihren unterschiedlichen Lernausgangslagen und -entwicklungen erreicht und gefördert werden, muss Unterricht die eigenaktive Auseinandersetzung und die zunehmende Methodensicherheit der Kinder im Blick haben. Es wird eigenaktives Lernen von den Kindern von Anfang an gefordert. Um geeignete Strukturen und Impulse zu geben, sind Beobachtungs- und Diagnoseverfahren in der Schuleingangsphase wichtige Mittel. Sie dienen gleichzeitig der Leistungsdokumentation und sind Grundlage einer ermutigenden Beurteilungspraxis.

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Evaluation

Es werden regelmäßig Evaluationen in allen wesentlichen Bereichen durchgeführt. Hierbei wird der Blick auf alle Faktoren gelenkt, die eine Rolle spielen für den schulischen Lernerfolg. Hierzu gehören das Lernen an sich, aber auch alle Bereiche des Schullebens. Die Lehr- und Lernformen und die Leistungsdokumentationen sind Gegenstand der Evaluation. Erörtert und überprüft werden folgende Fragen:

  • Erreichen die Kinder die grundlegenden Kompetenzen der Lehrpläne?
  • Welche Unterrichtsformen helfen ihnen dabei?
  • Welche Fördermaßnahmen sind besonders geeignet, die langsamer lernenden Kinder zu unterstützen?
  • Welche Fördermaßnahmen unterstützen Kinder mit besonderen Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens und Schreibens und der Mathematik?
  • Welche Aufgaben und Lernarrangements benötigen schneller lernende Kinder, um gefordert zu werden?
  • Welche Diagnoseverfahren sind sinnvoll?
  • Wie können Kinder angeregt werden, ihr Lernen zu reflektieren?
  • Wie können sie ihr Lernen am sinnvollsten dokumentieren?

 

Netzwerk - Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen und der Grundschule

Die gute Zusammenarbeit der Nikolaus-Schule mit den angeschlossenen KITAs hat schon Tradition. Neben gegenseitigen Hospitationen, gemeinsamen thematischen Gesprächsabenden und Fortbildungen werden auch Elternabende für Eltern aus den KITAs durchgeführt, die gemeinsame Bildungsbereiche zum Thema haben, wie zum Beispiel der jährliche Abend für die Eltern der Vierjährigen Kinder. Hier erfahren die Eltern etwas über die Sprache-Diagnostik "Delfin 4" und - im Marktplatzmodell - etwas über die Förderung ihrer Kinder in KITA und Schule zu den Bildungsbereichen "Wahrnehmung", "Motorik", "Sprachförderung" und "Umgang mit Aufgaben / Selbstständigkeit".

Ein weiterer fester Baustein ist schon immer der Besuch der Vorschulkinder in der Nikolaus-Schule im Rahmen einer "Schnupperstunde" in ihrer künftigen Klassengemeinschaft - kurz vor den Sommerferien. Dies und der intensive Austausch von ErzieherInnen und LehrerInnen trug schon immer zu einem funktionierenden Übergang von der KITA zur Nikolaus-Schule bei.

Seit 2010 hat sich das Netzwerk auf neue Wege begeben. Eine deutliche Intensivierung der gemeinsamen Arbeit hat sich vollzogen, neue Schwerpunkte sind entstanden. So finden nun mehrfach im Jahr gemeinsame Experimente der Vorschulkinder zusammen mit den ErstklässlerInnen in der Forscher-Insel der Nikolaus-Schule statt. ViertklässlerInnen gehen in die KITAs, um den Vorschulkindern vorzulesen. Künftige OGS-Kinder, bei uns die "Strolche" genannt, haben die Gelegenheit, die großen Strolche zu besuchen. Und vieles mehr.

Damit hat sich unser Netz auch noch ein wenig ausgeweitet. Die OGS und gehört nun mit dazu.

 

Aktuelle Klassenstruktur - (Passus eingefügt am 27.11.2014)

Die Nikolaus-Schule arbeitet seit 10 Jahren in der Schuleingangsphase jahrgangs­über­greifend. In der die beiden ersten Schuljahre umfassenden Eingangsstufe kann so adäquater auf die unterschiedlichen Eingangsvoraussetzungen der Schulanfänger/ innen und ihre Lernbiographien reagiert werden.

Aufgrund der hier gewonnenen positiven Erfahrungen haben wir seit dem Schuljahr 2010/2011 die erkannten Vorteile des jahrgangsübergreifenden Lernens auf die Klassenstufen drei und vier ausgeweitet.

Zur Zeit - Schuljahr 2014 / 15 - führen wir zwei jahrgangsübergreifende Eingangsklassen
(F-Klassen) mit den Schuljahren 1 und 2. Darauf aufbauend führen wir ein drittes und zwei vierte Klassen, die jahrgangsbezogen arbeiten. Darüber hinaus führen wir vier G-Klassen (eine davon im Aufbau), die alle Jahrgänge von 1 bis 4 umfassen. Eine davon ist unsere Inklusions-Klasse. Diese Klasse (G3 = Bienen) wird nicht mehr als 24 Kinder umfassen, von denen maximal 5 einen speziellen Förderbedarf aufweisen können.

Für das Schuljahr 2014/15  sieht die Klassenverteilung damit folgendermaßen aus:

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Die flexible Schuleingangsphase innerhalb der F- und G-Klassen

Prämissen

Die Schuleingangsphase umfasst die Klassen 1 und 2. Aufgabe der Lehrkräfte ist es in dieser Phase, alle Kinder auf Grundlage des festgestellten Lernstands individuell zu fördern und damit die Voraussetzung für ein erfolgreiches weiteres Lernen zu schaffen. Das bedeutet auch, ihnen eine ihrer Lernentwicklung entsprechende, unterschiedliche Lernzeit in der Schuleingangsphase zu ermöglichen.

Pädagogische Begründungen

Die Heterogenität von Kindern in der Grundschule hat eine entwicklungspsychologische Grundlage. Im Zusammenspiel zwischen genetischen Potentialen und den Qualitäten, Herausforderungen und Ressourcen, die die Kinder in ihren Lebenswelten vorfinden, gestalten sie ihre eigenen Entwicklungsprozesse. In den zur Zeit an unserer Schule bestehenden Jahrgangsklassen können wir diese wachsende Heterogenität deutlich erkennen.

Mit der Einführung von jahrgangsübergreifenden Lerngruppen wird zwar die Vielfalt noch verstärkt, aber wir gewinnen die Vorteile, die sich aus einer altersgemischten Lerngruppe ergeben. Dazu müssen wir noch stärker als bisher Unterrichtsinhalte und -prozesse so organisieren, dass sie der größeren sozialen und kulturellen Vielfalt von Lebenseinstellungen, Verhaltensweisen und Leistungsmöglichkeiten der Kinder entsprechen. Die Wertschätzung von Heterogenität bedeutet beim jeweils anderen von Kompetenzen auszugehen, die in gemeinsames Lernen eingebracht werden können. Kinder unterschiedlichster Begabung und verschiedenen Alters spielen, lernen und arbeiten miteinander. Das kennen sie bereits aus dem Kindertagesstätte. Regeln, Rituale und ein überschaubarer Tages- und Wochenrhythmus bieten Orientierung und Sicherheit. Gelernt wird an Inhalten, die mit dem Leben der Kinder in Verbindung stehen. Die flexible Verweildauer in der Schuleingangsphase von einem bis zu drei Jahren und die individuelle Begleitung und Förderung der Kinder werden den unterschiedlichen Entwicklungsverläufen gerecht.

In jahrgangsübergreifenden Gruppen erleben sich Kinder in der Doppelrolle des Helfers und des Hilfesuchenden. Es besteht die Chance, dass sie schneller kompetent werden und voneinander lernen. Ihre Lehrerinnen beobachten, beraten, lehren, unterstützen und geben notwendige Strukturen in den Lernprozessen. Sie regen die Kinder an, über ihr eigenes Lernen nachzudenken. Mit der Reflexion über das eigene Lernen erhalten die Kinder den Schlüssel dafür, sich weitere Lernkompetenzen anzueignen. Öffnung des Unterrichts bedeutet nicht Verzicht auf Systematik. Aber diese Systematik ist nicht kleinschrittig, sondern eröffnet einen Lernraum mit den individuell erforderlichen Koordinaten. Die Koordinaten sind strukturelle und inhaltliche Vorgaben, die ein individuelles und eigenständiges Lernen, je nach Ausgangslage, möglich machen. Leistbar ist dies nur durch Teamarbeit im Kollegium.

Standards in der Schuleingangsphase

  • Diagnose der Lernvoraussetzungen
  • Förder- und Forderpläne, Stützkurse in kleinen Lerngruppen, zielgruppenspezifische Förderung von Kindern mit unterschiedlichem Lern- und Leistungsniveau
  • Individuelle Verweildauer von 1 - 3 Jahren in der Schuleingangsphase
  • Individualisierende Lernkultur, offene Unterrichtsformen, prägende Sozialerziehung, rhythmisierter Tagesablauf
  • Lernen im jahrgangsübergreifenden Unterricht (in der Mehrzahl der zur Verfügung stehenden Stunden)
  • Lernarrangements, in denen das Kind die Möglichkeit hat, verschiedene Methoden anzuwenden, Fertigkeiten zu üben und konstruktive Haltungen zu entfalten
  • Jahrgangs- und leistungsbezogener Teilungsunterricht zur Einführung bestimmter Themen oder zur intensiven Arbeit an einzelnen Kompetenzen
  • Austausch und Beratung im Lehrerinnenteam

Unterricht

Im Sinne eines erziehenden Unterrichts muss der Grundschulunterricht mit Blick auf die Verschiedenheit der Kinder Entwicklungsprozesse auf folgenden Ebenen anregen, unterstützen, und fördern:

  • Ich-Kompetenz,
  • Sozial-emotionale Kompetenz,
  • kommunikative Kompetenz,
  • Planungs- und Handlungskompetenz

Für ein erfolgreiches Lernen in der Schuleingangsphase ist es zunächst wichtig, die Voraussetzungen der Kinder genau zu kennen. Die Schulkinder des zweiten Schulbesuchsjahres haben wir bereits in ihrer Entwicklung begleitet, wir kennen ihre Stärken und Schwächen, haben sie gefördert und gefordert. Die grundlegenden Voraussetzungen der Schulneulinge müssen wir noch kennen lernen, um sie entsprechend ihres Entwicklungsstandes bestmöglich pädagogisch und didaktisch zu begleiten. Dabei helfen uns Diagnosen und gezielte Beobachtungen in den Entwicklungsbereichen Wahrnehmung und Motorik und in der Feststellung der Vorläuferfähigkeiten für Deutsch und Mathematik.

Wir werden die Unterschiedlichkeiten der Kinder bewusst wahrnehmen und ihnen ermöglichen, gemeinsam und individuell zu lernen. Die Schulneulinge kommen in eine Gruppe, die durch Regeln, Rituale und bewährte Arbeitsformen bereits eine Gruppenkultur und damit Sicherheit entwickelt hat. In der Klasse wird durch die Lehrerin eine Lernumwelt gestaltet, die vielfältige Aufgaben und Materialien bereitstellt. Da die Kinder in ihren Vorerfahrungen, ihrem Können und ihrer emotionalen Entwicklung unterschiedlich sind, brauchen sie vielfältige Unterrichtsangebote und Unterrichtsformen, die sie unterschiedlich herausfordern:

Morgenkreis, Kreis um eine Mitte, Gesprächskreise, Vortragskreise

Das Zusammensitzen im Kreis ist wichtiger Bestandteile eines rhythmisierten Tagesablaufs. Hier können den verschiedenen Altersinteressen entsprechend persönliche Erfahrungen ausgetauscht, sachliche Fragen thematisiert und neue Aufgaben eingeführt werden. Nach Abschluss des Morgengesprächs kennt jedes Kind den Stunden- bzw. Tagesablauf und geht an die Arbeit. Klare Absprachen geben Sicherheit.

Fächerorientierte Lernblöcke

Mit der Übersicht und dem Angebot des vollständigen Lernstoffs eines fächerübergreifenden Themas kann sich jedes Kind im eigenen Arbeitstempo mit den Inhalten auseinandersetzen. Das kann jahrgangsübergreifend als auch jahrgangsbezogen geschehen. Die Lehrerin sichtet gemeinsam mit den Kindern die Materialien, bereitet sie auf und steuert den Lernprozess. Sie übernimmt die Beobachter - und Beraterrolle und gibt gegebenenfalls Strukturen vor. Nach Beendigung der Arbeiten gibt sie den Kindern Rückmeldung über den Arbeitsverlauf und die Ergebnisse. Die Kinder selber stellen Teile ihrer Arbeitsergebnisse in Gesprächskreisen vor und reflektieren ihre Lernwege. Jahrgangsübergreifend arbeiten die Kinder z.B. in der Rechtschreibwerkstatt, der Literaturwerkstatt und an Sachunterrichtsthemen auf unterschiedlichen Anspruchsniveaus. Die Differenzierungsangebote liegen in den Aufgaben und ermöglichen allen Kindern, gemeinsam und gleichzeitig entsprechend ihren individuellen Leistungsmöglichkeiten, ihren Fertigkeiten und Fähigkeiten zu lernen. Die Aufgaben sind so strukturiert, dass sie den Kindern unterschiedliche Möglichkeiten des Herangehens und des Umfangs der Bearbeitung geben. Das ermöglicht auch die Öffnung des Unterrichts auf die unterschiedlichen Denkweisen der Kinder.

Tages- oder Wochenpläne

Tages- oder Wochenpläne geben den Lernenden einen umfassenden Überblick über das anstehende Lernpensum. Die Pläne enthalten sowohl frei auszuwählende Lernangebote, als auch ein verpflichtendes Minimalprogramm, um den Lernfortschritt zu garantieren. Pläne können auch eine gelenkte Differenzierung enthalten und individuell die Förderpläne für Kinder mit Förderbedarf berücksichtigen. Ebenso können sie Knobelaufgaben und Rätsel - oder Forscheraufgaben für begabte Kinder enthalten. Ein Fundament an Tages- und Wochenplänen, Themenkisten, Lernkarteien und Ordnungssystemen wird im Kollegium gemeinsam erarbeitet.

Projekte

Kinder und Lehrerin wenden sich gemeinsam Themen zu, die alle Kinder der altersheterogen zusammengesetzten Lerngruppe interessieren. Zur Bearbeitung des Themas werden ein gemeinsamer Plan entwickelt und die Aufgaben verteilt. Lösungswege werden besprochen und die Ergebnisse von der Gruppe dokumentiert und präsentiert.

Freiarbeit

Hier werden die besonderen Interessen und Bedürfnisse der Kinder einer Lerngruppe berücksichtigt. Die Kinder haben die freie Wahl mit welchen Aufgaben und Arbeitsmaterialien sie sich für welche Zeitdauer beschäftigen. Sie bestimmen die Anzahl der Wiederholungen, ihren Arbeitsplatz und suchen sich ihre eventuellen Partner aus. Die Freiheiten der Kinder werden begrenzt durch den Arbeitscharakter, der die Anstrengung, die Zielorientierung und auch Kontrollen impliziert.

Neben diesen Lehr- und Lernformen gibt es noch andere Unterrichtsformen, die entsprechend der zu erreichenden Ziele eingesetzt werden. In allen Lernsequenzen findet man fächerübergreifende Angebote, um ein Lernen in Zusammenhängen zu ermöglichen. Die Orientierung an Zielen ist ebenso wichtig wie die Begleitung dort hin. Die Lösungswege der Kinder werden ernst genommen und sie erfahren, dass die Darstellung ihrer Lösungsideen und deren Begründungen im Austausch mit den anderen Kindern wichtig sind. Die Inhalte des Lernens sind durch die Richtlinien und Lehrpläne des Landes NRW vorgegeben. In Lehrplänen sind auch die verbindlichen Anforderungen festgeschrieben, die am Ende der Schuleingangsphase für ein erfolgreiches Weiterlernen in den Klassenstufen 3 und 4 notwendig sind. Wir entwickeln für unseren Unterricht Arbeitspläne, welche die Vorgaben schulbezogen umsetzen. Der Unterricht dient dem Aufbau einer Wissensbasis und entwickelt grundlegende Schlüsselqualifikationen mit den entsprechenden Kompetenzen. Der Umgang mit fachlichen Methoden und den oben beschriebenen Unterrichtsarrangements sind Voraussetzung für das selbstständige und systematische Lernen, an das die Kinder allmählich herangeführt werden. Nur wenn die Kinder während ihrer Lernprozesse die Handlungen üben und anwenden können, ist damit zu rechnen, dass sie die für selbständige Problemlösungen notwendigen Qualifikationen erreichen. In allen Lernformen sind Selbstkontrollmöglichkeiten wichtig, weil sie das eigenständige Lernen stützen.

In einer jahrgangsübergreifenden Gruppe kann das Helfersystem der Kinder untereinander auch in der Altersmischung greifen. Da wären z. B. Kinder, die

  • als Experten für bestimmte Fragen zuständig sind,
  • als Chefs für bestimmte Aufgaben zu einem Thema bestimmt werden,
  • als Helfer anderen geduldig etwas erklären können,
  • als Fortgeschrittene vorlesen oder überfliegend lesen können, deshalb schneller bedeutsame Texte für ein Thema finden, eigene Rechenwege anderen erklären usw.,
  • als Paten für Schulneulinge bei der Orientierung in der Schule helfen.

So scheint es anfangs als ob nur die Schulneulinge von den Zweitklässlern profitieren. Doch die älteren Kinder müssen ihren Kenntnisstand genau reflektieren, ordnen und versprachlichen, um ihn weiter zu geben. Damit vertiefen sie ihr Wissen und bekommen selber neue Anregungen. Auch die Schulneulinge haben schon Kompetenzen, die sie einbringen werden, wenn sie in der Schule Fuß gefasst haben.

Förder-/Forderunterricht

Die zielgruppenspezifische Förderung von schneller und langsamer lernenden Kindern erfolgt im Rahmen der inneren Differenzierung im jahrgangsübergreifenden Klassenunterricht und in den Teilungsstunden. In Kleingruppenarbeit, die allen Kindern der Lerngruppe zu Gute kommen soll, wird an bestimmten Aufgaben gearbeitet, wiederholt oder weiter geforscht.

Kinder mit besonderen Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens und Schreibens oder der Mathematik werden außerhalb des Klassenunterrichts in einer Kleingruppe von einer Kollegin gefördert, die die individuellen Förderpläne dieser Kinder mit der Klassenlehrerin abgesprochen hat.

Verweildauer ein Jahr

Zu den pädagogischen Standards der Schuleingangsphase gehört, dass schneller lernende Kinder sie in nur einem Jahr durchlaufen können, wenn sie die individuellen Voraussetzungen haben und dies für ihre Gesamtentwicklung förderlich ist. Das begabungsorientierte Handeln der Lehrkräfte könnte beschrieben werden als ein Wechselprozess von Beobachten begabungsspezifischer Äußerungen des Kindes, Förderung nicht kognitiver Persönlichkeitsmerkmale und Vermittlung individuell passender Aufgabenstellungen mit entsprechendem Schwierigkeitsgrad. Die Organisationsform der flexiblen Schuleingangsphase bietet daher für begabte Kinder gute Entfaltungsmöglichkeiten.

Verweildauer drei Jahre

Wenn eine individuelle Verweildauer von 3 Jahren notwendig wird, empfinden die Kinder sie nicht als Wiederholung eines Jahrgangs. Die Kinder arbeiten kontinuierlich an ihrem Lernstand weiter und können differenziert an Angeboten teilnehmen, die sie bewältigen können. Ein Teil der Lerngruppe bleibt bestehen und bietet die Geborgenheit, die notwendig ist, um Entwicklungen nachzuholen. Individuelle Förderpläne unterstützen die Bereitstellung passender Lernaufgaben. Auch frühzeitiger eingeschulte Kinder profitieren von diesen Bedingungen.

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Der Unterricht in den Jahrgängen 3 und 4 – in den G-Klassen und in jahrgangs-bezogenen Gruppen

Wir wissen sehr genau, dass auch in diesen Jahrgangsstufen die Heterogenität weiter besteht und die Entwicklungsprozesse jedes Kindes individuell verlaufen. Der Unterricht knüpft an das vorhandene Wissen und Können der Kinder an, sichert das Gelernte durch differenzierte Übung und Anwendung und erweitert es.

Auch in diesen Jahrgangsstufen sind angeleitete und offene Unterrichtsformen wie Gesprächskreise, Lernblöcke, Wochenpläne, Projekte und Freiarbeit zentrale Elemente. Fächerübergreifendes Lernen unterstützt das Denken in Zusammenhängen. Die Kinder werden weiter angeleitet, immer selbständiger und bewusster das eigene Lernen zielgerichtet zu gestalten und zu reflektieren.

Im Sinne des erziehenden Unterrichts werden fachliche, soziale und personale Kompetenzen gefördert, damit die Kinder - Mädchen wie Jungen - sich angenommen fühlen und ihre Persönlichkeiten entfalten können.

Die Atmosphäre der wechselseitigen Akzeptanz, des Aufbaus von Selbstachtung, verbunden mit Wahrnehmung und Anerkennung des Anderen, verbessert die Lernfreude und die Lernbereitschaft.

Der konstruktive Umgang mit Fehlern wird gefördert. Fehler sind Stationen auf den Lernwegen und es lohnt sich, über sie nachzudenken.

Wechselseitiges Helfen wird geübt. Kinder fragen Kinder und LehrerInnen, bitten um Hilfe, machen anderen eigene Lernerfahrungen transparent, suchen gemeinsam nach Lösungen und freuen sich über Lernfortschritte.

Ausdrucksformen für gemeinsame und individuelle Lernprozesse werden weiter entwickelt: Heft- und Wanddokumentationen, Präsentieren von Ergebnissen und Prozessen vor der Klasse.

Die Leistungsanforderungen werden mit individueller Förderung verbunden. Bewertet werden die Anstrengungen und Lernfortschritte ebenso wie die Ergebnisse von Lernprozessen. Alle im Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachten Leistungen fließen in die Bewertung ein (schriftliche Arbeiten, mündliche und praktische Beiträge, gelegentliche kurze schriftliche Übungen, Mitarbeit und Anstrengung).

Dabei gewinnen die Kompetenzerwartungen der Lehrpläne ein größeres Gewicht. Sie sind der Maßstab bei den Übergangsempfehlungen für die weiterführenden Schulen. Die Beratungen zwischen Schule, Elternhaus und weiterführender Schule tragen dazu bei, die Entscheidung für die Wahl der zukünftigen Schulform auf eine sichere Grundlage zu stellen.

 

Übergangskonzept bei KlassenlehrerInnenwechsel

Übergangsgespräche

An Hand des Papers „Info - Gespräch Übergang" können Klassenlehrerinnen der abgebenden Klassen und neue Klassenlehrerin sich austauschen.

  • Welche Rituale kennen die Kinder?
  • Welche funktionalen Elemente im Klassenraum, im Tagesverlauf gibt es?
  • Welche Regeln sind für die tägliche Arbeit verpflichtend?
  • Welche Arbeitsformen kennen die Kinder?
  • Welche Tests und Diagnosen werden durchgeführt?
  • Welche Hausaufgabenregelung gibt es?
  • Infos zur Sitzordnung
  • Infos zu speziellen Kindern in Bezug auf Verhalten, besondere Begabungen, Förderbedarf, Beziehungen der Kinder untereinander.

Kennenlernen der Kinder untereinander

Vor den Sommerferien wird eine gemeinsame Aktion der beiden F- Klassen geplant, deren Zweitklässler zusammen in ein drittes Schuljahr kommen. Bereits praktizierte Veranstaltungen: Übernachtungsprojekt in der Schule, Spieletag, gemeinsamer Ausflug, gemeinsame Rallye, gemeinsames Klassenfest vor den Sommerferien.

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Methodenkonzept

 

… in der Schuleingangsphase

Um das selbstständige Arbeiten und Lernen der Kinder individuell und optimal zu fördern, hat sich das Kollegium auf Methoden, die in allen Fächern und Methoden, die in den einzelnen Fachbereichen erreicht werden sollen, geeinigt. Schrittweise werden die Kinder in der Schuleingangsphase an die vereinbarten Methoden heran geführt.

In der Rubrik „Inhalte", die den Methoden zugeordnet sind, sind konkrete Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten aufgeführt.

In den Gesprächen zum Übergang in Klasse 3 tragen die Lehrerinnen der beiden Klassen der Schuleingangsphase und die entsprechende aufnehmende Lehrerin der zukünftigen Klasse 3 die Lernarrangements ein, die in der Schuleingangsphase tatsächlich stattgefunden haben.

 

Fach: Allgemein

Methode Inhalte Lernarrangements
Ordnung halten
  • Arbeitsplatz und Schulranzen in Ordnung halten, Nutzen von Spielen/ Aufräumen, Klassendienste, Müll sortieren, Jacken und Turnbeutel ordentlich aufhängen
  • Hausaufgaben notieren oder aus der Kiste mitnehmen
  • Mitteilungsheft als Kommunikationsmittel für Lehrer/Eltern/OGS führen
  • Klassen-, Schul- und Busregeln kennen und sich daran halten
Arbeitstechniken
  • ausschneiden, kleben, lochen, ausmalen
  • einsortieren in Mappen und Kisten, Heftführung, übersichtliches und sauberes Gestalten
  • markieren zur Hervorhebung
  • Aufschlagen von Büchern (Seite finden)
  • nach Plan arbeiten und die Arbeit dokumentieren (z.B. bei Werkstatt)
  • Zeitplanung /-einteilung
  • Selbstkontrolle
  • im Tagesplan orientieren
  • Schulalltag organisieren
Lerntechniken
  • Cluster anlegen (sonnenförmig)
  • Tabellen lesen und ausfüllen
  • Lösungen präsentieren, nachvollziehen und darüber reden
Kooperationsformen
  • miteinander arbeiten
  • streitschlichten als Möglichkeit zum Problemlösen

 

Fach: Deutsch

Methode Inhalte Lernarrangements
Kommunikations- und Kooperationsformen
  • Gesprächsregeln einhalten (leise sein, zuhören, sich melden, nur einer spricht, laut und deutlich sprechen)
  • Szenisches Spiel
  • Einsatz von Blickkontakt, Mimik, Körpersprache und Stimme
Arbeitstechniken
  • Laute heraushören
  • Freies Schreiben mit der Anlauttabelle
  • Wort- und Bildkarten sortieren
  • Richtiges Abschreiben (markieren, merken, schreiben und deutlich mitsprechen, kontrollieren)
  • sich in Schreiblinien zurechtfinden
  • Übungsformen zur Rechtschreibung (abschreiben, Partnerdiktat)
  • Nachschlagen im Wörterbuch
  • Geschichten schreiben
Lerntechniken
  • Lesekompetenz (assoziieren, antizipieren)

 

Fach: Mathematik

Methode Inhalte Lernarrangements
Kommunikations- und Kooperationsformen
  • vortragen und begründen eigener Lösungswege
  • Lösungswege anderer nachvollziehen
  • über Lösungen sprechen
Arbeitstechniken
  • Umgang mit Arbeits- und Anschauungsmitteln
  • schreiben in den Rechenkästchen
  • Umgang mit dem Lineal
  • Umgang mit Spiegel
Lerntechniken
  • schätzen, vermuten und überprüfen
  • Sachaufgaben nachspielen
  • systematisches, schrittweises Lesen von Sachaufgaben
  • Informationen aus Sachaufgaben strukturieren und
  • mit Material legen
  • über Sachaufgaben sprechen

 

Fach: Sachunterricht

Methode Inhalte Lernarrangements
Kommunikations- und Kooperationsformen
  • präsentieren
  • kleine Vorträge halten
  • Vermutungen äußern und begründen
  • Sachverhalte diskutieren
Arbeitstechniken
  • sortieren und beschriften
  • Experimente durchführen
  • Lernplakate entwerfen, bebildern und vorstellen
Lerntechniken
  • Informationen beschaffen (Sachbücher, Internet: Blinde Kuh)
  • Lernplanung (z.B. Experimente planen)

 

Fach: Kunst

Methode Inhalte Lernarrangements
Kommunikations- und Kooperationsformen
  • Werkbetrachtung
Arbeitstechniken
  • Arbeitsplatz einrichten und aufräumen
  • Umgang mit Deckfarben, Pinsel, Wassergefäß
  • Bilder mit Namen versehen
  • Blätter in Sammelmappe aufbewahren

 

Fach: Sport

Methode Inhalte Lernarrangements
Kommunikations- und Kooperationsformen
  • über Spiele und Regeln sprechen
  • Beachtung der Geräteampel o.a. zur Sicherung der Turngeräte vor offizieller Freigabe
Arbeitstechniken
  • offener Anfang
  • Geräte aufbauen / abbauen (Matte, Bank, Kleingeräte...)
  • Kleidung ordnen, Haare zusammen, Ohrringe abkleben / ausziehen (z.B. Schmuckkästchen)
  • bekanntes Signal / Vorgehen bei Notfall kennen und beachten
  • Schnürsenkel binden

 

Fach: Musik

Methode Inhalte Lernarrangements
Kommunikations- und Kooperationsformen
  • Verbalisieren von Höreindrücken
  • einfaches musikalisches Zusammenspiel, aufeinander hören
  • gemeinsames Erarbeiten einfacher musikalischer Gestaltungsaufgaben in Kleingruppen, Absprachen treffen
  • einfache Bewegungsformen zu Musik
  • einfaches szenisches Spiel zur Musik
  • präsentieren von Lernergebnissen
  • Stellung nehmen zu Präsentationen
Arbeitstechniken
  • Stimme als Instrument gebrauchen
  • Einsatz von "Körperinstrumenten" bei einfachen rhythmischen Strukturen
  • sachgerechter Umgang mit Orff-lnstrumenten (Einsatzmöglichkeiten, Anschlagtechniken)
  • gestalten von Musikstücken durch szenisches Spiel, Malen zu Musik
Lerntechniken
  • benennen von Musikinstrumenten
  • vereinbaren einfacher Notationsformen
  • einfache Formprinzipien kennen (z.B. Strophe/ Refrain)
  • Musik des eigenen Erfahrungsbereiches kennen (Jahreszeiten, Feste)

 

Fach: Religion

Methode Inhalte Lernarrangements
Kommunikations- und Kooperationsformen
  • Gesprächskultur: zuhören und auf die Gedanken anderer inhaltlich reagieren
  • Fragen stellen und nach Antworten suchen
  • präsentieren
  • kleine Vorträge halten
  • im Rahmen eines szenisches Spiels zu einem Bibeltext eine Rolle ausführen
  • Zusammenarbeit mit anderen, Absprachen treffen
  • Symbolsprache
  • Aufgaben übernehmen und ausführen (Gottesdienst)
  • religiöse Feste feiern
Arbeitstechniken
  • kreatives Schreiben
  • Situationsanfänge gedanklich weiterführen
  • Lernen mit allen Sinnen
  • Szene aus einem Bibeltext in Bilder umsetzen
  • Bildbetrachtungen
  • religiöse Lieder singen
  • Lernplakate entwerfen
  • Sorgfalt bei der Erstellung von Arbeitsergebnissen zeigen
  • Gestaltung mit unterschiedlichen Materialien/Farben
Lerntechniken
  • sich auf meditative Texte einlassen
  • Gebete - Sprechen mit Gott
  • Schlüsselwörter bzw. persönlich bedeutsame Wörter aus Bibeltexten benennen

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…  für das 3. und 4. Schuljahr (G-Klasse oder jahrgangsbezogen)

unter Berücksichtigung und Fortführung der Methoden für das 1. und 2. Schuljahr

Fach: Allgemein

Methode Inhalte
Ordnung halten
  • Ordnungstechniken
  • Arbeitsplatz und Schulranzen in Ordnung halten
  • Arbeitsmaterial erkennen und unterscheiden
  • Arbeitsplatz einrichten und aufräumen
  • Arbeitsanweisungen verstehen und Symbole der Arbeitsanweisungen umsetzen
  • Zeit einteilen
  • nach einem Tages- oder Wochenplan arbeiten
  • Arbeiten beenden
  • Hausaufgaben notieren und erledigen
  • Mitteilungsheft als Kommunikationsmittel für Lehrer/Eltern/OGS führen
  • Arbeitsblätter richtig abheften bzw. einordnen
  • Ordnung in der Schultasche halten
  • Arbeitsmaterial mitbringen
  • Arbeit mit Karteien
  • Führen von Listen
  • Klassen-, Schul- und Busregeln kennen und sich daran halten
Arbeitstechniken
  • Ausschneiden, kleben, lochen, ausmalen
  • einsortieren in Mappen und Kisten, Heftführung,
  • übersichtliches und sauberes Gestalten,
  • thematisches Sammeln von Materialien, Recherche
  • markieren zur Hervorhebung
  • nach Plan arbeiten und die Arbeit dokumentieren (z.B. bei Werkstatt)
  • längere Arbeitsanweisungen völlig selbstständig umsetzen
  • (genau lesen)
  • Fragetechniken entwickeln
  • sinnvolle Aufgabenstellungen für andere finden
  • Zeitplanung /-einteilung, Zeitmanagement, Zeitbedarf
  • selbstständig realistisch einschätzen
  • Selbstkontrolle, Vermittlung von Kontrolltechniken, z.B.:
  • Anbahnung der Eigenkorrektur von Texten in differenzierter Form
    • Das fehlerhafte Wort wird „gelöscht" (durchgestrichen,...) und das korrekte Wort wird handschriftlich darüber geschrieben.
    • Nur am Rand wird mit einem Zeichen notiert, dass sich in dieser Zeile ein Fehler befindet, den das Kind selber suchen soll.
    • Nur die Fehleranzahl wird am Ende des Textes notiert.
      • Fehler suchen durch das „Rückwärtslesen
      • Fehler mit Hilfe des Wörterbuchs verbessern
Lerntechniken
  • Cluster anlegen
  • Tabellen lesen und ausfüllen
  • Lösungen präsentieren, nachvollziehen und darüber reden
  • Auswertung und Präsentation, z.B.:
    • Bilder/Texte aufhängen
    • Gestalten einer Wandzeitung mit Texten, Bildern, Grafiken... (Pinnwand)
    • Veröffentlichung von Schülerarbeiten
    • mündliches Vortragen einer Einzelarbeit (z.B. Autorenlesung)
    • mündliches Vortragen der Ergebnisse einer Partner- bzw.
  • Gruppenarbeit
    • Hausaufgaben vorlesen und besprechen
    • Reflexion und Zwischenreflexion
  • Arbeitsergebnisse vortragen
    • in ganzen Sätzen sprechen
    • laut, deutlich, verständlich sprechen
    • Medien als Hilfestellung
    • Schulung von Gestik und Mimik
    • Schulung von Betonung und Ausdruck
    • Zuhörer anschauen
    • Zuhörer mit einbeziehen
    • Vorträge planen, analysieren und verändern
    • sehe auch unter Kommunikation (Deutsch)
Kooperationsformen
  • miteinander arbeiten
  • streitschlichten als Möglichkeit zum Problemlösen
  • Gespräche auf der Metaebene
  • Konfliktlösung durch Rollenspiel mit Rollentausch

 

Fach Deutsch

Methode Inhalte
Kommunikations- und Kooperationsformen
  • Gesprächsregeln einhalten
    • leise sein
    • sich melden
    • nur einer spricht
    • laut und deutlich sprechen
    • einander ansehen
    • einander zuhören
    • ausreden lassen
    • jemanden das Wort erteilen
    • sich sachbezogen äußern
    • nicht abschweifen
    • gezielte Fragen stellen
    • die eigene Meinung begründen
    • die Meinung anderer akzeptieren
    • an vorherige Äußerungen anknüpfen
    • Gesprächsleitung übernehmen
    • Metakommunikation (Gesprächsverhalten analysieren und ggf. ändern)
  • Rückmelderituale für Reflexionsgespräche entwickeln, z. B.
  • Sprechsteinrunde
  • Satzanfänge (Das hat mir gut gefallen... / Ich möchte noch wissen... etc.)
  • Schwerpunkte setzen (Sprechen über Inhalt, Methode, Strategieanwendung, Sozialverhalten, Atmosphäre oder Arbeitsverhalten...)
  • Transparenz über Sinn und Bedeutung des Gesprächs
  • Stimmungsbarometer (Smilies: freue mich... geht so... nicht so wohl gefühlt...)
  • Blitzlicht
    • Szenisches Spiel
    • Einsatz von Blickkontakt, Mimik, Körpersprache & Stimme
Arbeitstechniken
  • richtiges Abschreiben (z. B. nach R. Urbanek Pilotsprache, Abdeckkarte, Arbeit mit der Lernbox)
  • Uuml;bungsformen zur Rechtschreibung
  • Nachschlagen im Wörterbuch, z.B.:
    • Wörter mit zunehmender Geschwindigkeit nachschlagen
    • Nachschlageübungen unter Zeitvorgabe (20 Wörter in 10 Minuten)
    • Nachschlagewettbewerb / Partnerarbeit
    • Seitenzahlen der gefundenen Wörter zur Kontrolle notieren.
    • Anwendung und Ausweitung auf Atlanten, Lexika, Sachbücher...
    • bei einem Pflanzenbestimmungsbuch Ordnungsprinzipien erkennen
    • Wörterbücher konkret
    • Alphabetisches Sortieren
  • Inhaltsverzeichnisse nutzen
  • Das Arbeiten und Üben im Umgang mit dem Wörterbuch erfolgt in der Steigerung des Schwierigkeitsgrads:
    • 1. Nach dem ABC ordnen
    • 2. Wörter aufsuchen
    • 3. Kopfwörter helfen beim Suchen
    • 4. Manche Wörter sind schwer zu finden
    • 5. Wörter trennen evtl. ab 3. Schuljahr
    • 6. Fremdwörter schreiben
    • 7. Wortbedeutung
    • 8. Redewendungen
    • 9. groß oder klein
    • 10. Fehler finden
    • 11. Richtig schreiben
    • 12. Zeichen in Wörterbüchern
  • Texte schreiben  ( frei und/oder nach Vorgaben) und danach unter Berücksichtigung erarbeiteter Kriterien überarbeiten, Schreibkonferenzen (vgl. G. Spitta)
    • Dreigliederung
    • Satzanfänge
    • wörtliche Rede
    • Einhalten der Erzählzeit
    • Wortfelder
    • Spannungsbogen
    • treffende Verben und Adjektive
  • Entwicklung einer persönlichen und lesbaren Handschrift
  • Entwicklung eines Rechtschreibgespürs (z. B. Arbeit mit Grund- und Modellwortschatz, Training von Regeln)
Lerntechniken
  • Lesetechniken und Umgang mit Texten, z.B.:
    • Fragenfinder
    • Schlüsselbegriff(e) des Textes klären
    • Textteile antizipieren
    • Text rekonstruieren
    • Text ergänzen
    • Text vom Ende her erschließen (Fragegeleitetes Lesen)
    • Text gliedern
    • Texte vergleichen
    • Text bildnerisch umsetzen
    • Texte grafisch umsetzen
    • Text szenisch umsetzen
  • Anbahnung des überfliegenden Lesens

 

Fach: Mathematik

Methode Inhalte
Kommunikations-­ und Kooperations­formen
  • vortragen und begründen eigener Lösungswege
  • Lösungswege anderer nachvollziehen
  • über Lösungen sprechen
Arbeitstechniken
  • Umgang mit Arbeits- und Anschauungsmitteln, aber auch:
    • allmähliches Lösen von Anschauungsmitteln, ersetzen durch  
    • eigene Darstellungsarten
    • schreiben in den Rechenkästchen, Übersichtliche Notation,   
  • Aufbau einer Heftseite
  • Umgang mit dem Lineal, Geodreieck und Zirkel
  • Umgang mit Spiegel
Lerntechniken
  • schätzen, vermuten und überprüfen
  • genaues fragegeleitetes Lesen von Sachaufgaben, Finden von sinnvollen Fragestellungen, Untersuchen auf mathematische Inhalte, Sachaufgaben strukturieren und interpretieren, Inhalte ggf. in einer Skizze darstellen
  • selbst sinnvolle Sachaufgaben erfinden.
  • Diagramme lesen und auswerten, evtl. selbst erstellen
  • Alltagssituationen mathematisch auswerten

 

Fach: Sachunterricht

Methode Inhalte
Kommunikations- und Kooperations­formen
  • präsentieren
  • Vorträge halten
  • Vermutungen äußern und begründen
  • Sachverhalte diskutieren
Arbeitstechniken
  • sortieren und beschriften
  • Experimente durchführen
  • Lernplakate entwerfen, bebildern und vorstellen
  • Hypothesen bilden
  • Aufbau und Notation von Versuchen (ich vermute, ich brauche, ich beobachte, ich erkläre)>
Lerntechniken
  • Informationsbeschaffung (Sachbücher, Blinde Kuh)
  • Interviews und Expertenbefragungen
  • Lernplanung (Experimente)

 

Fach: Kunst

Methode Inhalte
Kommunikations- und Kooperations­formen
  • Werkbetrachtung und Interpretation
  • Künstler und einzelne Epochen kennen lernen
Arbeitstechniken
  • Arbeitsplatz einrichten und aufräumen
  • Umgang mit Deckfarben, Pinsel, Wassergefäß
  • Bilder mit Namen versehen
  • Blätter in Sammelmappe aufbewahren
  • Nachgestaltung von Kunstwerke
  • Bildnerische Arbeitstechniken erlernen (drucken, malen, zeichnen, stempeln, schneiden, plastisches Gestalten, textiles Gestalten, szenisches Gestalten)
  • kriteriengestützte Selbsteinschätzung

 

Fach: Sport

Methode Inhalte
Kommunikations- und Kooperationsformen
  • über Spiele und Regeln sprechen
  • Regeln einhalten, auch in Mannschaftsspielen
Arbeitstechniken Geräte aufbauen / abbauen: Matte, Bank, Kleingeräte und Großgeräte

 

Fach: Musik

Methode Inhalte
Kommunikations­- und Kooperations­formen
  • differenziertes Verbalisieren von Höreindrücken (unter Verwendung von Fachbegriffen)
  • aufeinander hören bei komplexeren musikalischen Strukturengemeinsames Erarbeiten komplexerer musikalischer Gestaltungsaufgaben
  • entwickeln kleiner Choreographien
  • präsentieren von Lernergebnissen unter zunehmender Selbstorganisation
  • Stellung nehmen zu Präsentationen, argumentieren, begründen
Arbeitstechniken
  • stimmbildnerische Übungen, Stimmklangspiele, mehrstimmiges Singen
  • Einsatz von "Körperinstrumenten" bei komplexeren rhythmischen Strukturen
  • gezielter rhythmischer und melodischer Einsatz von Orff-Instrumenten nach kleinen Partituren
  • Verklanglichung von Bildern und Texten, Veränderung und Weiterführung von Vorlagen
  • Informationen über Komponisten und ihre Zeit gewinnen
Lerntechniken
  • weiterführendes Wissen über einzelne Instrumente (Tonerzeugung)
  • Kennen lernen standardisierter Notationen
  • Aufbau komplexerer Stücke erfassen (z.B. Rondo) Musik aus anderen Zeiten und Kulturkreisen kennen

 

Fach: Religion

Methode Inhalte
Kommunikations-­ und Kooperations­formen
  • Austauschprozesse fortführen und unterschiedlichen Sichtweisen nachspüren
  • im Austausch mit anderen das eigene Verständnis erweitern und korrigieren
  • längere Vorträge halten
  • ein Rollenspiel mit der Gruppe erarbeiten, vorspielen und reflektieren
  • Regeln für die Zusammenarbeit aufstellen und beachten erweiterter Zugang zur Symbolsprache Ideen zur Gottesdienstgestaltung selbst einbringen und umsetzen (eigene Texte, Lieder usw.) und sich angemessen im Gottesdienst verhalten
Arbeitstechniken
  • kreatives Schreiben (Weiterführung) schreiben zu Bildern, Texten und Fragen lernen mit allen Sinnen
  • Szene in Rollenspiel, Hörspiel oder Film umsetzen Bildbetrachtungen
  • religiöse Lieder singen, zu Melodien Texte erfinden Lernplakate entwerfen
  • Sorgfalt bei der Erstellung von Arbeitsergebnissen zeigen, Bewertung und Reflexion dieser
Lerntechniken
  • meditative Texte reflektieren - Beziehung zum ICH /DU Gebete - Sprechen mit Gott
  • Fragen zu Texten finden, Erklärungen, Hintergründe, Bildsprache und Symbolik

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Hausaufgaben

Hausaufgaben sind Aufgaben der Kinder. Sie lernen dabei, selbstständig zu arbeiten, zu üben oder sich auf den Unterricht vorzubereiten. Viele Eltern wollen ihren Kindern bei den Hausaufgaben helfen. Das ist verständlich, erschwert es dem Kind möglicherweise aber, selbstständig zu werden. Hinzu kommt, dass die Lehrkraft den Eindruck gewinnt, die Kinder könnten etwas allein, was sie in Wirklichkeit nur mit Hilfe der Eltern geschafft haben. Das kann sich zum Nachteil der Kinder auswirken.

Die Zeit für die Hausaufgaben in den Klassen 1 und 2 sollten 30 Minuten, in den Klassen 3 und 4 eine Stunde nicht übersteigen; es sei denn, die Kinder sind von einer besonders anregenden Aufgabe so gefangen, dass sie aus eigenem Antrieb noch weiter daran arbeiten wollen.

Hausaufgaben erziehen zu Selbstständigkeit und Übernahme von Verantwortung. Damit unterstützen sie die Unterrichts- und Erziehungsarbeit.

Aktuelle Hausaufgaben-Regelung

  • Jedes Kind arbeitet an den Hausaufgaben…

… im 1. Schuljahr 30 Minuten

… im 2. Schuljahr 40 Minuten

… im 3. und 4. Schuljahr 60 Minuten

(jeweils reine Arbeitszeit, ohne Arbeitsplatz einrichten, Toilettengang etc.)

SchulanfängerInnen: langsam steigern, bis die 30 Minuten erreicht werden

  • Folgende Regelung hat sich bewährt:

Montags und Mittwochs bearbeiten die Kinder Aufgaben im Bereich Mathematik.

Dienstags und Donnerstags bearbeiten die Kinder Aufgaben im Bereich Deutsch.

Freitags ist hausaufgabenfrei (Beschluss der Schulkonferenz) bzw. es darf freiwillig gearbeitet werden.

  • Wird im Sachunterricht ein Projektthema erarbeitet, kann es auch hier eine HA-Mappe geben.
  • Hausaufgaben sind Sache des Kindes und liegen in dessen Verantwortungsbereich. Hat das Kind mit einer Aufgabe ein Problem, darf es diese auslassen, und sie am nächsten Tag mit der Lehrerin bzw. dem Lehrer oder mit den MitschülerInnen besprechen (hier hat es sich bewährt, einen Klebezettel an die entsprechende Seite mit einem kurzen Vermerk zu heften).

Die Kinder haben in ihrem Mäppchen ein kleines Heft für Mitteilungen aller Art. Dort hinein schreiben sie, wenn wieder Kakao bestellt werden kann, wenn bestimmte Dinge mitgebracht werden sollen usw.

Wenn die Lehrerin bzw. der Lehrer eine Mitteilung für die Eltern hat, schreibt sie / er diese dort hinein (z.B. der Wunsch nach einem gemeinsamen Beratungsgespräch, wenn irgendetwas fehlt, wenn eine kurze Frage auftritt, wenn HA fehlen, ...). Mitteilungen von Eltern an LehrerInnen oder an die Strolche haben darin ebenfalls ihren Platz. Die Kinder sollen lernen, verantwortlich mit dem Heft umzugehen. D.h. sie sollen lernen, es immer demjenigen zu zeigen, für den die Mitteilung gedacht ist, und es ständig im Mäppchen verfügbar haben.

Hilfen durch die Schule

Regelmäßige Würdigung und Kontrolle der Hausaufgaben durch die Lehrkräfte

Elterninformation (z.B. Austausch über Probleme bei der Hausaufgabenarbeit, Austeilen

eines Hausaufgabenratgebers an die Eltern der ErstklässlerInnen)

Das pädagogische Personal der „Strolche" unterstützt bei der Bearbeitung der Hausaufgaben, kann jedoch nicht die Richtigkeit garantieren.

Gewünschte Hilfen von Eltern und OGS – Betreuerinnen

  • Bereitstellung eines festen ruhigen, sauberen und hellen Arbeitsplatzes
  • Unterstützung bei Ordnungssystemen, die Übersichtlichkeit und zügiges Arbeiten erleichtern
  • Elternhilfe / Betreuerinnenhilfe sollte „Autonomie unterstützend" sein und dem Kind „Hilfe zur Selbsthilfe" geben
  • Eltern würdigen die Hausaufgaben der Kinder

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Fördern, fordern und beraten

Der / die Klassenlehrer/in oder der /die Fachlehrer/in erteilen laut Stundenplan Forder- und Förderstunden für alle Kinder mit Hilfe eines differenzierten Arbeitsplans (allgemeine Fördermaßnahmen). Gleichzeitig unterrichtet eine Kollegin / ein Kollege Kinder mit besonderen Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens, Schreibens und Rechnens in der Jahrgangsstufe in einer kleinen Gruppe (zusätzliche Fördermaßnahmen). Kinder mit Problemen der sensorischen Integration erfassen wir seit dem Schuljahr 2004/2005 mit Hilfe des Testverfahrens der Schulärztin vor Schulbeginn. Diese Kinder nehmen an gezieltem Sportförderunterricht teil, den „Sporties", in dem ihre motorischen Koordinationsfähigkeiten verfeinert als auch ihre Persönlichkeitsentwicklung unterstützt wird.

Beratung bei vorzeitiger Einschulung

Überlegen Eltern, ihr Kind frühzeitig einzuschulen, das heißt vor Beginn der eigentlichen Schulpflicht, werden die Kinder im Januar vor der Einschulung zu einem etwa einstündigen Unterrichtsspiel eingeladen. Hier können sie zeigen, welche Kompetenzen sie in den Bereichen phonologische Bewusstheit, Zahlverständnis und Feinmotorik bereits entwickelt haben.

Sollten sich Ansatzpunkte für eine notwendige Förderung vor dem Schuleintritt ergeben, werden die Eltern dahingehend in einem Gespräch beraten. Sie erhalten überdies einen zweiseitigen Bogen, aus dem sie die Informationen über mögliche Förderschwerpunkte entnehmen können.

Kooperation im Kollegium

Im Kollegium werden in Teamarbeit die Stundeninhalte und - abläufe, die Lernstandsdiagnosen und die Förderpläne vorbereitet. Die Teambesprechungen finden nach Unterrichtsschluss statt. So gelingen uns effektivere und schnellere Eingreifmöglichkeiten bei Lernproblemen. Darüber hinaus entwickelt sich die Teamarbeit zu Gunsten eines guten Unterrichts weiter.

Organisation

Die Forder - und Förderstunden und die zusätzlichen Fördermaßnahmen liegen für die Fächer Deutsch und Mathematik jeweils mit einer Wochenstunde parallel in allen Jahrgangsstufen. Die Erarbeitung und Durchführung der Förder-/ Forderpläne erleichtern die Übernahme und die Verzahnung des Fördern und Forderns mit dem allgemeinen Unterricht.

Wir tauschen Verfahren zur Lernstandsanalyse aus und nutzen unterrichtsfreie Zeiten, (die z. B. durch Klassenfahrten, Ausflüge oder das Aufsuchen von Lernorten entstehen), um zum Teil computergestützte Diagnosen zu erstellen.

Evaluation

Für eine gezielte und systematische Überprüfung des Erfolgs haben wir Kriterien und Indikatoren festgelegt. Die durchgeführten Evaluationen brachten folgende Veränderungen: Diagnosematerialien werden zentral zur Verfügung gestellt und müssen vollständig zurückgelegt werden. Ausleihe wird dokumentiert. Die Klassenlehrerinnen stellen einen Teil der wichtigsten Aufgaben für die Förderkinder zusammen. In Zweifelsfällen sollen Hospitationen erfolgen, um Probleme im Team besprechen zu können und gemeinsame Maßnahmen einzuleiten.

Kinder mit Lese-Rechtschreibschwächen und Dyskalkulie benötigen weiter Kleingruppenförderung und Hilfestellungen im Unterricht. Materialien zur speziellen Förderung dieser Kinder werden ausgetauscht.

Kinder- und Elternberatung

Mit Kindern und Eltern werden die Fördermaßnahmen und ebenso die Fordermaßnahmen besprochen. Die Pläne werden erklärt und die verbindlichen Absprachen eingefordert. Die Eltern werden genau informiert über die Differenzierungsmaßnahmen der Schule und über die wünschenswerten Konsequenzen für die Hausaufgaben. Verhaltenspläne (emotionale Entwicklung) und ihre Konsequenzen werden zunächst täglich, bei zunehmendem Erfolg wöchentlich besprochen. Ein Zeitrahmen wird gesteckt, in welchem man das Erreichen der Ziele gemeinsam überprüft, um angepasste Maßnahmen fortzuführen.

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Interne Beratungs- und Fördersysteme

Beratung und Förderung gehören zu den grundlegenden Aufgaben der Schule. Eine erste Beratung über eventuell notwendige Fördermaßnahmen erfolgt bereits bei der Feststellung der Schulfähigkeit.

Während der Schulzeit werden die Kinder durch vielfältige Unterrichtsformen individuell gefördert.

Durch die tägliche Beobachtung der Lernprozesse und Sichtung der Arbeitsergebnisse im Unterricht sind die Lehrerinnen und Lehrer jederzeit über den aktuellen Lernstand informiert und können entsprechende Förder- und Forderangebote bereitstellen. Darüber hinaus hat unsere Schule einen „Diagnosefahrplan“ entwickelt, auf dessen Grundlage ermittelt wird, auf welchem Lernstand sich die Kinder zu unterschiedlichen Zeitpunkten befinden.

Durch schülerbestimmte Unterrichtsformen, wie Tagesplan- oder Wochenplanarbeit, Werkstatt- oder projektorientierten Unterricht, Lernen an Stationen und Freie Arbeit können die Kinder ihren Fähigkeiten entsprechend lernen.

Partner- und Gruppenarbeit fördern die soziale Kompetenz der Schüler. Gleichzeitig können lernschwächere Schüler von den Fähigkeiten und Kenntnissen der leistungsstärkeren profitieren.

Die oben genannten offenen Unterrichtsformen fördern die Kompetenz der Schüler bezüglich Zeiteinteilung, Selbständigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Eigenverantwortung. Durch die individuelle Auswahl von Lernangeboten erfahren die Schüler auch eine Erweiterung ihrer kognitiven Kompetenz.

Leistungsstarke Schüler haben die Möglichkeit, sich mit zusätzlichen, anspruchsvolleren Aufgaben auseinanderzusetzen. Damit können sie sich über die allgemeinen Anforderungen hinaus kundig machen.

Lernschwächere Kinder bekommen mehr Zeit zum Üben und geeignetes Übungsmaterial an die Hand. Das können speziell auf ihr Problem ausgelegte Übungsformen oder Hilfsmittel (z.B konkretes Material, Rechenschiffchen) sein.

Darüber hinaus werden Förderstunden in Sprache und Mathematik eingerichtet. Hier sollen zum einen Lernschwierigkeiten und Lernlücken behoben werden, zum anderen aber auch Anreize zu weiterem Lernen geschaffen werden.

Es gibt Schülerinnen und Schüler, bei denen besondere Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens, Rechtschreibens oder des Rechnens beobachtet werden können. Für diese Schülergruppe werden besondere Fördermaßnahmen durchgeführt. Zusätzlich wird aber auch mitunter der Rat einer Schulpsychologin oder eines Schulpsychologen oder anderer in der LRS-Diagnose und Dyskalkulie erfahrener Fachleute eingeholt.

Zweimal im Jahr finden Elternsprechwochen statt. Die Erziehungsberechtigten der Schülerinnen und Schüler werden über die Lernfortschritte sowie das Arbeits- und Sozialverhalten ihrer Kinder informiert. Zusätzlich bieten die Lehrerinnen und Lehrer Sprechzeiten an. Gemeinsam wird überlegt, wie Verbesserungen im Bereich Lernen und / oder Verhalten erreicht werden können. In schwierigen Erziehungssituationen kann die Hilfe des Schulpsychologischen Dienstes in Bornheim in Anspruch genommen werden. Falls alle Fördermaßnahmen im Lern- oder / und Erziehungsbereich nicht ausreichen und sich somit Anhaltspunkte dafür ergeben, „dass ein Schüler oder eine Schülerin nur mit sonderpädagogischer Unterstützung im Unterricht hinreichend gefördert werden kann," (BASS 14-03 Nr.1) wird eine Überprüfung zur Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs eingeleitet.

In der Mitte des vierten Schuljahres beraten Lehrerinnen, Lehrer und Eltern gemeinsam über die weitere Schullaufbahn des Kindes. Die Lehrerinnen und Lehrer der Klasse empfehlen auf Grund der erbrachten Leistungen und ihrer Beobachtungen zum Lernverhalten des Kindes eine Schulform.

„Deutsch als Zweitsprache“

Fördermaßnahmen sind ein individueller Förderplan in den Eingangsklassen, die Berücksichtigung der Fördermaßnahmen für „Deutsch als Zweitsprache“ in den Arbeitsplänen der Schule für den Klassenunterricht (Verzahnung von Förder- und Klassenunterricht) und die regelmäßige Elternberatung.

Wichtig ist uns die Beobachtung und Förderung der sozial- emotionalen Entwicklung, damit Kinder mit „Deutsch als Zweitsprache“ mit der bisherigen Sprachentwicklung anerkannt und gewürdigt werden.

Das Lesen- und Schreibenlernen in den Eingangsklassen wird genutzt, um Migranten- und Aussiedlerkindern die Normen der deutschen Sprache zu vermitteln. Besonders im Freien Schreiben müssen sie unterstützt werden. Gezielte Beobachtung und Diagnosen der mündlichen und schriftlichen Äußerungen ergeben Lernfelder für gezielte Übungen zur Grammatik der deutschen Sprache in den besonderen Förderstunden für diese Kinder. Sprachpaten unterstützen uns hier in der täglichen Arbeit.

Fördermaßnahmen

Es erscheint uns unerlässlich, besonders gezielt die Strukturen der Zweitsprache Deutsch zu vermitteln, da Deutsch Grundlage für schulisches Lernen ist. Die entsprechenden Förderpläne werden fortgeschrieben und die Verzahnung von Förder- ­und Klassenunterricht wird weitergeführt. Die besonderen Bedürfnisse der Migranten- und Aussiedlerkinder werden in den Arbeitsplänen der Schule berücksichtigt. Besonders wichtig ist es, die Erfolge der Kinder zu würdigen und sie immer wieder zu ermutigen, nach ihnen unbekannten Wortbedeutungen oder Formulierungen zu fragen. Hier sind auch die deutschen Kinder gefordert, in Sprachkonferenzen zu den Texten Hilfestellungen zu geben. Wechselnde Sozialformen mit einem hohen Anteil an Partner- und Gruppenarbeit und die Einforderung von schriftlichen Arbeiten, bei denen die Lehrerin und der Lehrer  unterstützen kann, ergänzen sich. Vor allem in den besonderen Förderstunden muss der Transfer der schriftlich eingeübten Sprachformen in den mündlichen Sprachgebrauch eingefordert und geübt werden.

Die im ersten Schuljahr begonnene Elternarbeit wird weitergeführt. Wir ermutigen Mütter und Väter, in der VHS Bornheim einen Deutschkurs zu belegen. Wir sprechen mit ihnen über interkulturelle Erziehungsfragen und bitten sie, sich an uns zu wenden, wenn sie Fragen zur Schule haben (z.B. Schwierigkeiten mit den Hausaufgaben- besondere Einzelfallabsprachen über Hilfestellungen). Die Inhalte des Förderplans der zu erlernenden Sprache Deutsch werden mit Eltern und Kindern besprochen.

Evaluation

Im Regelunterricht werden die schriftlichen und mündlichen Äußerungen ca. alle drei Monate auf Fortschritte hin genau beobachtet und geprüft. Der Förderplan wird fortgeschrieben. Im Förderunterricht ergeben Kurzdiagnosen zu geübten Sprachstrukturen weitere Erkenntnisse, die mit der Klassenlehrerin  oder dem Klassenlehrer beraten werden und in den Förderplan einfließen. Das Jahrgangsteam und die Förderlehrerkraft sprechen die geplanten Unterrichtsvorhaben durch und planen die Unterstützungsmaßnahmen, die in die Arbeitspläne einfließen. Nach der Durchführung erfolgt die Auswertung, mit Bewertung von Nutzen und Praktikabilität der durchgeführten Maßnahmen.

Betreuung in der Offenen Ganztagsschule

Kinder mit Deutsch als Zweitsprache erhalten besondere Hilfen bei den Hausaufgaben und werden sprachlich begleitet. Es wird darauf geachtet, dass sie die Vorlesezeiten nutzen und in Sprachspiele integriert werden.

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Und was passiert, wenn jemand fehlt? Nachricht und Vertretung

Kinder sind krank

oder können aus einem anderen Grund nicht am Unterricht teilnehmen. Wenn ein Kind nicht zum Unterricht kommen kann, ist es für uns sehr wichtig, von den Eltern umgehend telefonisch über das Fernbleiben informiert zu werden, damit sich niemand Sorgen machen muss. Bis acht Uhr nimmt unser Hausmeister die Informationen entgegen und gibt sie weiter. Danach nehmen die Schulsekretärin, die Schulleitung oder der Anrufbeantworter die Entschuldigungen an. Fehlt ein Kind länger, so muss eine schriftliche Entschuldigung nachgereicht werden.

Das pädagogische Personal der Betreuung / OGS muss von den Eltern der Strolche-Kinder über das Fernbleiben ebenfalls umgehend verständigt werden.

LehrerInnen fehlen

Erkrankte LehrerInnen informieren die Schulleitung so früh wie möglich. Sie teilen mit, an welchem Lernstoff ihre Klassen gerade arbeiten und welche Materialien eingesetzt werden sollen. Die Schulleitung erstellt einen Vertretungsplan. Da die JahrgangslehrerInnen im Team arbeiten, vertreten sie sich kurzfristig gegenseitig. Der Unterrichtsstoff ist ihnen bekannt, sie kennen die Kinder und können die Unterrichtsinhalte und die Stunden nach Stundenplan weiter führen. Dazu werden in der Regel die Parallelklassen mit Arbeitsaufgaben auf alle anderen Klassen der Schule aufgeteilt. Jede Klasse besitzt einen Aufteilplan und jedes Kind kennt seine Aufteilklasse. Ein Plan mit der Liste der Aufteilkinder aus den Klassen der Schule, die im Vertretungsfall zu der Klasse hinzukommen, hängt in jedem Klassenraum.

Der Hausmeister fehlt

Die Stadt Bornheim und die Schulleitung werden rechtzeitig informiert. Der Abendhausmeister übernimmt die notwendigsten Aufgaben am Vormittag.

Jemand aus dem pädagogischen  Personal in der Betreuung / OGS fehlt . Die Leitung der OGS wird sofort informiert und sorgt für die Vertretung. Auch die Schulleitung wird informiert und unterstützt die Leitung. Im Falle einer längeren Abwesenheit sorgen die Leitung der OGS, die Schulleitung und die Katholische Jugendagentur gemeinsam für die Sicherstellung der Vertretung.

 

Lesekonzept

Lesen ist die Grundlage allen schulischen Lernens.

Lesen bleibt auch im Zeitalter des  Fernsehens und des Computers mit allen seinen weiterführenden Möglichkeiten eine der wichtigsten Bildungsmöglichkeiten. Es ist die Grundlage zur selbstständigen Informationsbeschaffung, ermöglicht das Erkennen sachlicher Zusammenhänge ebenso wie das Erkennen ethischer  Werte. Lesen ermöglicht den Zugang zu fremden Lebens- und Erfahrungswelten und bietet somit die Möglichkeit, sich selbst in einem Gesamtzusammenhang wahrzunehmen und einzuordnen. So fordern die Richtlinien für die Grundschulen in NRW auch als übergeordnetes Ziel die „Entwicklung einer Lese-Schreib-Kultur", die ausdrücklich auch das genießende und interessengeleitete Lesen mit einschließt.

Lesen ist in der Grundschule wichtigster Bestandteil aller Lernbereiche. Deshalb ist es auch in unserer Schule wichtiges Element und als entsprechender Schwerpunkt im Schulprogramm verankert.

Unabhängig von Alter und Schuljahr durchlaufen die Kinder auf ihrem Weg zum lesenden Menschen verschiedene Stadien des Leselernprozesses, vom Erstlesen über das aufbauende und weiterführende Lesen zur ausgereiften Lesekompetenz. Dabei helfen ihnen Strategien, die im Unterricht vermittelt werden:

  • Strategien vor dem Lesen
    • Anwendungssituationen für das Lesen
    • Eigenes Wissen aktivieren
  • Strategien während des Lesens
    • Mit einer Fragestellung an den Text herangehen und still lesen
    • Das eigene Lesen überwachen - Verstehe ich, was ich lese? - Mehrmals lesen!
    • Unterstreichen und / oder Stichwörter herausschreiben
    • Bildliche Vorstellungen entwickeln und ausführen
  • Strategien nach dem Lesen
    • Textinhalte mit eigenen Worten anhand von Stichwörtern, Skizze, Bild formulieren oder präsentieren, Texte auf Wesentliches hin  zusammenfassen

Ziel des Verstehens ist nicht nur das Reproduzieren des Textes, sondern ein Verstehen, welches das Gelesene wirklich durchdringt, mit dem eigenen Wissen verknüpft wird und für weiteres Lernen nutzbar macht.

Aufgabe der Schule ist es hier, bei den Schülern durch geeignete Aufgaben und Angebote Freude und Interesse am Lesen zu wecken, zu ermöglichen, zu erhalten und zu steigern.

Im Rahmen der Schulprogrammarbeit wurden die Lehrer der Schule befragt, welche Unterrichtsaktivitäten im Zuge der Leseerziehung stattfinden.

Den verschiedenen Stadien des Leselernprozesses werden, hier allerdings nur auszugsweise und jahrgangsbezogen, die folgenden Unterrichtsaktivitäten zugeordnet: Lesen- und Schreibenlernen ist ein einheitlicher, parallel ablaufender Prozess. Die verschiedenen, ineinander übergreifenden Stadien des Leselernprozesses verdeutlicht nachfolgende Aufstellung:

Erstlesen (Technik und Sinnentnahme) Durch ausgewähltes Lernmaterial erfahren Kinder den Zusammenhang zwischen gesprochener und geschriebener Sprache. Sie lernen Buchstaben und ihre Lautwerte kennen und verknüpfen sie schrittweise zu Worten, Sätzen und Texten.
Methoden
Inhalte
Kompetenzen
  • Vorlesen und Zuhören
  • Ausgewähltes Lesematerial zur Laut - Buchstaben - Erfassung
  • Lesen mit dem Computer
  • Partnerlesen
  • Selbstvergessenes Lesen, genau lesen, zeilenübergreifendes Lesen
  • In vielen Klassen: Lesemütter, Thementische
  • Handelnder Umgang mit Texten (spielen, malen, vortragen)

Aufbauendes Lesen

Aufbauend auf die ersten Kenntnisse lesen die Kinder erste kleine Texte. Sie erlesen sie, lesen vor, erzählen nach und erhalten und verstehen zunehmend schriftliche Arbeitsanweisungen.
Methoden
Inhalte
Kompetenzen
  • Vorlesen und Zuhören
  • Ausgewähltes Lesematerial zum Erfassen des Inhaltes
  • Lesen mit dem Computer, Kinderzeitschriften
  • Ganzschriften, Lesebuch (textbezogen antizipieren, Textstellen finden)
  • Lesehaus, Leseführerschein als Motivation, auch zu Hause zu lesen)
  • Selbstvergessenes Lesen
  • Schlüsselwörter finden
Weiterführendes Lesen (Tempo, Umfang, Inhalte) Kinder entwickeln individuelle Lesestrategien, die durch den Umgang mit immer umfangreicheren und u.U. inhaltlich unbekannten Texten gefestigt werden und zu einer Steigerung des Lesetempos führen. Inhaltliche Fragen zu Texten werden zunehmend selbstständig gelöst (durch wiederholtes Lesen, weitere Quellennutzung...).
Methoden
Inhalte
Kompetenzen
  • Vorlesen und Zuhören
  • Ausgewähltes Lesematerial
  • Lesen mit dem Computer
  • Antolin, Internet, spätestens jetzt Büchereibesuch
  • Selbstvergessenes Lesen
  • Überfliegendes Lesen

Ausbau der Lesekompetenz

Kinder werden weiter angeleitet, sowohl nach eigenen Interessen als auch nach vorgegebenen Anforderungen, Texte und weitere Medien sinnvoll zu nutzen. Sie üben sich in ersten interpretatorischen Aufgaben. (Textbelege zitieren)
Methoden
Inhalte
Kompetenzen
  • Vorlesen und Zuhören
  • Ausgewähltes Lesematerial
  • Lesen mit dem Computer
  • Zeitung, Zeitschrift (lesen und selbst herstellen)
  • Texte, Bücher, Filme - Vertrieb, Intention
  • Selbstvergessenes Lesen

 

Einige Beispiele zur Lesemotivation

Im Rahmen unserer Leseerziehung stellt die „Leseinsel", unser Leseraum, einen Höhepunkt dar. Hier können Kinder, je nach individueller Lesestufe und / oder Neigung, die angebotenen Bücher lesen, vorlesen oder sich vorlesen lassen. Die Auswahl der Bücher spricht sowohl Kinder an, die Geschichten lesen, die sich über Sachthemen informieren möchten oder die, die Comics und / oder Bilderbücher bevorzugen. Die Mithilfe von Eltern macht es möglich, dass die Leseinsel von kleinen SchülerInnengruppen aufgesucht werden kann. So ist ein selbstvergessenes Lesen, gemütlich auf den Sitzpolstern ausgestreckt und in sich zurückgezogen, möglich.

Im Angebot befinden sich auch Bücher, die durch das Antolin - Programm eine Verbindung mit den neuen Medien darstellen. Im Internet hinterlegte Fragen zum Inhalt des Buches überprüfen, inwieweit das Textverständnis gesichert ist.

Für die Zukunft planen wir, den Bestand der Bücher immer wieder zu erweitern und eventuell ein Ausleihverfahren einzurichten. Die Bereitstellung der finanziellen Mittel verdanken wir dem Förderverein unserer Schule.

Als Bereicherung des Schullebens und als starke Motivation zum Lesen hat unsere Schule die Tradition von Autorenlesungen ins Leben gerufen.

Ausblick

Das Antolin-Programm ermöglicht es den Kindern, die eigene Lesekompetenz kontinuierlich zu überprüfen.

Mittels regelmäßiger Leseüberprüfungen (Stolperwörtertest, Beobachtungen, Zuhören beim Lesen, Überprüfungen und Lernstandskontrollen, VERA in Klasse 3) kann die Lehrperson den Erfolg des Unterrichts kontrollieren und entsprechende Maßnahmen einleiten.

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Medienkonzept

„Die Informations- und Kommunikationstechnologien sind ebenso wie die traditionellen Medien Hilfsmittel des Lernens und Gegenstand des Unterrichts. Der Unterricht in der Grundschule vermittelt den Schülerinnen und Schülern eine Orientierung über wichtige Informationsmöglichkeiten und leitet sie an, die Informations- und Kommunikationsmedien sinnvoll zu nutzen. Indem die Medien selbst zum Gegenstand der Arbeit im Unterricht werden, erfahren die Schülerinnen und Schüler Möglichkeiten und Beschränkungen einer durch Medien geprägten Lebenswirklichkeit. Die systematische Arbeit mit Medien trägt dazu bei, die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu entwickeln." (Richtlinien für die Grundschulen des Landes NRW)

 

Verkehrs- und Mobilitätserziehung

Dem Verkehrserziehungsunterricht in der Schule kommt insofern eine bedeutende Aufgabe zu als er entscheidend dazu beiträgt, Schulkinder zu befähigen, sich im Straßenverkehr sachgerecht und mitverantwortlich zu verhalten. Das zentrale pädagogische Problem der Verkehrserziehung ist die Anpassbarkeit von Kindern an die Erfordernisse des Straßenverkehrs, wobei ein deutliches Missverhältnis zwischen Wissen und Verhalten von Kindern im Straßenverkehr besteht.

Hierzu zählen sowohl die Förderung der Psychomotorik und der Wahrnehmungsfähigkeit,  als auch die Schulung von situationsbezogenem und vorausschauendem Handeln. Es ist erwiesen, dass das Verhalten von Kindern, besonders das Verkehrsverhalten, nicht nur durch kognitives Wissen geschult werden kann, sondern das Verhalten wird in erheblichem Maße von der motorischen Leistungsfähigkeit, dem Wahrnehmungsvermögen und der Emotionalität bestimmt. So vermögen Grundschulkinder schon aufgrund ihrer Größe und der damit zusammenhängenden Augenhöhe viele Verkehrssituationen nicht zu erfassen.

So können sie

  • plötzlich auftauchende Autos nicht wahrnehmen und werden aufgrund ihrer geringen Körpergröße von den Autofahrerinnen und Autofahrern erst spät oder gar nicht gesehen,
  • in diesem Alter eine rasche Bewegung nur schwer plötzlich unterbrechen und einmal begonnene Handlungen nicht schnell beenden (z.B. unvermitteltes Loslaufen oder Stehen bleiben),
  • in der Regel infolge eines noch begrenzten Blickwinkels seitliche Bewegungen nicht oder kaum sehen,
  • und selbst wenn das Wissen um rechts und links am eigenen Körper beherrscht wird, ist die Fähigkeit rechts und links in Bezug auf andere Personen und Gegenstände zu unterscheiden, eingeschränkt,
  • Geschwindigkeiten noch nicht richtig einschätzen,
  • meist die Symbole des Straßenverkehrs nicht sinnentsprechend verstehen,
  • besonders zu Schulbeginn die Richtung, aus der sich ein Fahrzeug nähert oder wegfährt nicht ausreichend erfassen,
  • und Geräusche nur dann richtig zuordnen, wenn diese sich genau von vorne oder hinten nähern,
  • durch emotionale Begebenheiten wie Streit, Misserfolg oder große Freude im Straßenverkehr besonders negativ beeinflusst werden,
  • zum großen Teil durch Nachahmung des Erwachsenenverhaltens lernen.

Aus dieser Erkenntnis ergibt sich die Aufgabe der Schule, den Kindern entsprechende Kenntnisse zu vermitteln, und die  für eine verantwortliche Teilnahme am Straßenverkehr erforderlichen Fähigkeiten und Haltungen zu fördern und auf die oben genannten entwicklungsgemäßen Schwierigkeiten besonders einzugehen, um die Schülerinnen und Schüler zu einer reflektierten Mitverantwortung am Straßenverkehr zu befähigen.

Die Erweiterung des Begriffes der „Verkehrserziehung" um den Begriff „Mobilitätserziehung" bedeutet neben der Sicherheitserziehung auch eine ausdrücklich genannte Erweiterung auf die Bereiche der Sozialerziehung, der Umwelterziehung und der Gesundheitserziehung.

Während die Sicherheitserziehung die bekannten Qualifikationen wie das Erkennen, Beurteilen und Bewältigen spezifischer Situationen im Straßenverkehr, bzw. das Vermeiden von Gefahren beinhalten, so sprengen die anderen Bereiche diesen Rahmen. Nicht nur situationsorientiertes flexibles Verhalten, Rücksichtnahme und Verzicht auf Vorrechte, sondern auch das Kennenlernen und die kritische Auseinandersetzung der Faktoren von Umweltbelastungen und -zerstörungen durch den Verkehr, auch in Bezug auf eigenes Verhalten, sowie das Erkennen der Einschränkung einer gesundheitsbewussten Lebensführung durch Lärm und Stress im Straßenverkehr, gehören ebenfalls zu den Zielen der Verkehrs- und Mobilitätserziehung.

Im Rahmen der Sicherheitserziehung nimmt das Thema „Schulweg" einen bedeutenden Stellenwert ein.

An unserer Schule gelangt der weitaus größte Teil der Schülerinnen und Schüler mit dem Schulbus in die Schule. Naturgemäß müssen alle Kinder in allen Ortsteilen noch einen mehr oder weniger langen Schulweg bis zur Bushaltestelle zu Fuß zurücklegen.

Um auch für diese kurzen Wege über mögliche Gefahrenzonen informiert zu sein, wurde im Schuljahr 2004/05 eine schriftliche Befragung aller Schulkinder durchgeführt. Einige der dort aufgeführten Gefahrenstellen wurden inzwischen durch entsprechende Maßnahmen verringert.

Dennoch birgt für Kinder jeder zu Fuß zurückzulegende Weg auch immer eine Gefahr.

Dies nehmen wir zum Anlass, die Eltern auf dem Informationsabend für Schulneulinge über die sich aus der Befragung ergebenden Gefahrenstellen in den einzelnen Ortsteilen ganz besonders aufmerksam zu machen.

Im Schuljahr 2007/08 hat ein Team bestehend aus Schulpflegschaft, Kommissariat Vorbeugung und VertreterInnen des Straßenverkehrsamtes der Stadt Bornheim einen Schulwegeplan für die Nikolaus- Schule entwickelt und herausgegeben. Befragungen der Eltern, und Kinder zum Schulweg führten zu entscheidenden Verbesserungen.

Darüber hinaus werden die Eltern auch über die Gefahren und das richtige Verhalten beim Ein- und Aussteigen aus dem PKW hingewiesen, da auch viele Kinder von den Eltern mit dem Auto in die Schule gebracht oder abgeholt werden.

Daneben wird den Eltern ganz besonders geraten, den Schulweg bereits vor der Einschulung mehrfach mit den Kindern abzugehen und auf die besonderen Gefahrenstellen hinzuweisen. Wie oben bereits erwähnt, kommen die allermeisten Kinder unserer Schule mit dem Bus in die Schule. Aus dieser besonderen Situation ergeben sich bei uns auch besondere Gegebenheiten hinsichtlich der Sicherung des Schulweges.

Um dieser Situation Rechnung zu tragen, führen wir, zunächst für alle Schulneulinge im 1. Schuljahr, eine „Busschule" durch.

So wird die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer in Begleitung von Eltern und Polizei mit den Kindern Busregeln, d.h. das Verhalten sowie die Gefahren im und am Bus und der Haltestelle einüben. Dazu stellen uns die Verkehrsbetriebe einen Bus zur Verfügung.

Diese „Busschule" setzt folgende Schwerpunkte:

Im Rahmen der Sicherheitserziehung

  • Schulschluss simulieren und das „Einpacken", „Anziehen", „Aufstellen" und „Einsteigen" konkret üben,
  • an der Haltestelle die Bedeutung des Abstandhaltens von der Bordsteinkante vor Augen führen, demonstrieren, dass die vordere rechte Fahrzeugecke beim Einfahren über den Bürgersteig schwenkt,
  • zeigen, wie schlecht die Kinder vor oder hinter dem Bus sehen können bzw. gesehen werden,
  • hintereinander mit dem Ranzen in der Hand einsteigen, ohne zu drängeln und schubsen, Erklärung der im Bus angebrachten Hinweis- und Notfallzeichen, Thema „Fundstücke" erörtern,
  • kurze Rundfahrt in der näheren Schulumgebung auch zur Demonstration der einwirkenden Fliehkräfte auf Kinder und Gepäck beim Kurvenfahren und Vollbremsungen mit etwa Tempo 10 (hierbei stellt ein Erwachsener eine Tasche und sich selbst mit einem nicht angepassten Verhalten zur Verfügung),
  • vor dem Aussteigen Kinder auf dem Busfahrersitz setzen, damit sie aus der Sicht des Busfahrers erkennen, dass dieser aus seiner Sicht vor den Bus laufende Kinder nicht oder nur sehr schlecht sehen kann,
  • für die Kinder gilt, nach dem Aussteigen die Straße erst nach der Abfahrt des Busses überqueren,
  • bei der Rückkehr das „Aussteigen", den „Aufenthalt auf dem Schulhof" und das „Aufsuchen des Klassenraumes" wieder konkret üben.

Im Rahmen der Sozialerziehung

  • kein Ärgern, Schlagen usw. im Bus,
  • im Bus keine Sitze usw. beschmieren oder zerstören.

Im Rahmen der Umwelt- und Gesundheitserziehung

  • mit dem Bus oder besser zu Fuß? (Gilt für Waldorfer Schülerinnen und Schüler).

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Soziales Miteinander

Streitschlichtung - GrundschülerInnen als StreitschlichterInnen

Nach der Evaluation der SchülerInnenumfrage aus dem Jahr 2001/2002 wurde für das bestehende „Beschwerdesystem" eine andere Möglichkeit zur Konfliktbewältigung gesucht. Eine Streitkultur in der Schule anbahnen und aufbauen, die es ermöglicht, die hier auftretenden Konflikte und sozialen Probleme angemessen und friedlich zu lösen, ist hierbei der Leitgedanke.

Interessant und auch umsetzbar war „Das Streitschlichterprogramm" von Karin Jefferys-Duden, in Kombination mit dem „Bensberger-Modell".

Gemeinsam mit Kindern und Eltern wurden in Nachmittags-Veranstaltungen Schwerpunkte für die zukünftige Konfliktbewältigung festgelegt. Daran knüpfte sich eine 12stündige Streitschlichterausbildung von ausgewählten Kindern an. Die Ausbildungsbausteine dazu wurden dem o.g. Streitschlichterprogramm entnommen und verwirklicht. Das Programm wurde zunächst auf der Altersstufe eines vierten und später auch eines dritten Schuljahres zusammengestellt. Das Ziel jeder Ausbildung ist es, die soziale Kompetenz aller Kinder bei Streitgesprächen zu stärken, um ihnen den Umgang mit Gleichaltrigen und auch Erwachsenen zu erleichtern. Ritualisierte Konfliktbearbeitung wird sowohl in allen Klassen als auch besonders intensiv in der Ausbildung der von der Klasse gewählten Kinder trainiert. Soziale Funktionen sollen damit gefestigt werden.

Die Rolle des Streitschlichters wird von den Kindern im Rollenspiel trainiert, in der eigenen Klasse und in der Pause auf dem Schulhof werden die Kinder als Streitschlichter eingesetzt. Kinder, die zur Streitschlichtung kommen, erhalten die Gelegenheit sich zu beruhigen, sich mitzuteilen, sich verstanden zu fühlen und gewinnen Kontrolle über Streitablauf und Lösung.

Inhalte und Methoden des Programms/Rituals

  • sich verständlich zum Vorfall äußern
  • zuhören
  • wiederholen, was der andere gesagt hat (paraphrasieren) nonverbal ausgedrückte Gefühle erkennen
  • Konfliktgegenstände und Lösungsmöglichkeiten kennen
  • den Schlichtungsablauf beherrschen
  • mit einem Partner im Schlichtungsgespräch kooperieren
  • Erwartung und Bereitschaft äußern
  • gemeinsam die  Friedensbrücke betreten
  • den vereinbarten Vertrag unterschreiben

Durch das eingeübte Ritual und der „Friedensbrücke" (Idee von Johnson/Johnson 1991) als Zielvorstellung und Hilfsmittel (Streitende „bauen" ihre Brücke selbst) können Kinder sicherer werden im Umgang mit anderen. Ebenso werden die Selbstregulation und der Perspektivenwechsel bei Kindern gefördert.

Die auftretenden Kontrahenten müssen lernen mit zwei bis drei Schlichtern im Schlichtungsgespräch zu kooperieren.

Partizipation - sich kümmern, sich einmischen, mitgestalten

Partizipation von Schülerinnen und Schülern bedeutet für den Einzelnen, Entscheidungen zu treffen, die das eigene Leben und das der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden. Grundschulkinder können mit der Begleitung durch Erwachsene Ein Problem bearbeiten oder ein Projekt gestalten. Kinder bringen neue Perspektiven und Aspekte in die Entscheidungsprozesse ein. Der Prozess muss für Kinder nachvollziehbar  und überschaubar sein. Oft sind es Kleinigkeiten, die für Kinder große Bedeutung haben, Erwachsenen nicht ohne weiteres in den Sinn kommen. In Schule werden die Angelegenheiten der Kinder direkt berührt, daher müssen die Meinungen und Wünsche für Veränderungen gehört und ausreichend berücksichtigt werden. Den Ideenreichtum der Kinder müssen wir nutzen.

Partizipation am Klassenleben

Im Klassenrat werden die Probleme und Wünsche angesprochen, die Sprecher vertreten die Klassen in der Schulversammlung.

Partizipation am Schulleben

In regelmäßigen Abständen treffen sich die KlassensprecherInnen mit der Schulleitung. Die Kinder vertreten ihre Klassen. Sie machen Vorschläge, geben Anregungen und suchen gemeinsam mit der Schulleiterin nach Lösungen. Die Anregungen der Kinder werden in Kollegium und Elternschaft besprochen. Gemeinsam werden gute Lösungen gesucht.

Partizipation im Unterricht / an der Leistungsbewertung

Im Unterricht werden die Kinder aufgefordert, ihre Vorschläge einzubringen, Unterricht mitzugestalten, Probleme anzusprechen, Lösungen vorzuschlagen.

In ihrem Portfolio sammeln sie Arbeiten und Zertifikate, die bei der Beurteilung ihrer Leistungen durch die Lehrerin herangezogen werden. Selbstbeurteilungen der Kinder werden regelmäßig angeboten und ausgewertet.

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Schule und Schulleben gestalten - Veranstaltungen im Jahreslauf

Neben dem festen Fächerkanon des Schulalltags mit den darin enthaltenen „besonderen Ereignissen" wie Exkursionen in die Natur, Besuch eines Bauernhofes oder einer Bücherei, Klassenspiele und -projekte..., gehören auch eine ganze Reihe fachlich ungebundener Besonderheiten zum Ablauf des Schuljahres. Sie prägen sich den Kindern als bemerkenswerte Stationen ihrer Grundschulzeit und als äußeres Zeichen des erziehenden Unterrichts in besonderem Maße ein. Zentraler Ort dieser Feste und Feiern ist die forumartige Aula unserer Schule. Seit der Förderverein sie 1995 mit einer Lautsprecheranlage ausgerüstet hat, werden auch die leisen Stimmen der Kleinsten bis in die letzte Reihe verstanden. Seit dem Schuljahr 2008/09 hat der Förderverein den Kindern schnurlose Mikros zur Verfügung gestellt. Damit haben sich die Bewegungsmöglichkeiten der Kinder beim Theaterspielen erweitert.

Einschulungsfeier

Jedes Schuljahr, und damit jede Schullaufbahn unserer Schülerinnen und Schüler, beginnt mit der Einschulungsfeier in der Aula. Hierzu sind die Familien der Schulneulinge nach dem Einschulungsgottesdienst in der Waldorfer Kirche St. Michael herzlich eingeladen. Auch alle Kinder der F- und G-Klassen und ihre LehrerInnen sind hierbei anwesend und nehmen so die „Kleinen" symbolisch in ihrer Mitte auf. Die Kinder des vorherigen Schuljahres bereiten eine kleine Darbietung vor, mit der sie die neuen Mitschülerinnen und Mitschüler willkommen heißen, ehe diese zu ihrer ersten Schulstunde in die Klassen gehen. Während dieser Zeit informiert der Förderverein die Eltern der Schulneulinge über die Unterstützung der Schule und bietet Getränke an.

Martinszug

Die feste Verbindung zwischen der Gemeinde Waldorf und der Grundschule wird beim alljährlichen Martinszug deutlich. Alle Kinder der Schule verkaufen im Vorfeld die zur Finanzierung des Zuges notwendigen Martinslose des Ortsausschusses. Am Zugtag versammeln sich alle mit den während der Unterrichtszeit mit viel Liebe und Geduld gebastelten Martinslaternen auf dem Dorfplatz. Begleitet von den KlassenlehrerInnen und einigen PflegschaftsvertreterInnen folgen sie Sankt Martin auf seinem Pferd durch das Dorf. Musikkapellen begleiten die Kinder beim Singen der traditionellen Martinslieder. Nachdem sich die Waldorfer Kindertagesstätte unterwegs dem Zug angeschlossen hat, gehen alle am Martinsfeuer vorbei zur Schule. Dort treffen sich die Kinder in der Aula, wo ihnen der Sankt Martin eine Geschichte aus seinem Leben erzählt und die Wecken verteilt werden.

Theaterbesuch

Einmal im Jahr, häufig in der Vorweihnachtszeit, besuchen wir eine Vorstellung des „Jungen Theaters" in Bonn-Beuel. Hier stehen oft bekannte Märchen oder Kinderbuch-Klassiker auf dem Programm. Mit Bussen geht es dann schon am Morgen auf die Reise und die Kinder erleben Spannung mit ganz echten Menschen auf der Bühne und ohne Flimmern auf Leinwand oder Bildschirm.

Nikolausfest

Den Namenstag unserer Schule feiern Kinder und LehrerInnen zunächst alle gemeinsam, manchmal auch mit einigen Eltern als Gäste, in unserer Aula. Einzelne Klassen haben kleine Theaterstücke, Lieder, Tänze, Instrumentalstücke oder Gedichte vorbereit, einige Lieder singen alle gemeinsam. In jedem Jahr erscheint der Nikolaus, der den Kindern aus seinem Leben erzählt, und jeder Klasse ein Geschenk – finanziert vom Förderverein - mitbringt. Im Anschluss an die gemeinsame Feier basteln Kinder und Lehrerinnen gemeinsam den Adventsschmuck für den großen Tannenbaum in der Aula.

Nikolausbasar

Am Abend feiern wir im Andenken an Nikolaus weiter: Wir richten mit Hilfe der Eltern einen Nikolausbasar aus. Im Vorfeld dieses Ereignisses wurde während des Unterrichts oder bei gemütlichen vorweihnachtlichen Klassennachmittagen geschnippelt, geklebt, gesägt, gehämmert und getöpfert. Die fertige Ware wird dann auf den Schulfluren einem breiten Publikum zum Kauf angeboten. Der Zustrom der Besucher ist beachtlich. Plakate an zentralen Stellen im Ort haben die Waldorfer auf unseren Basar aufmerksam gemacht. Auch für das leibliche Wohl der Besucher wird gesorgt. Der Erlös unseres Basars wird über die Kolping-Familie Rheinbach nach Uganda weitergeleitet. Hier hilft das erwirtschaftete Geld Familien, die ihrerseits Aids-Waisen helfen. Eine Hilfskette, die sicher die Zustimmung des heiligen Nikolaus gefunden hätte.

Weihnachtsfeier

Am letzten Schultag des Jahres versammelt sich die Schulgemeinde wiederum in der Aula. Ähnlich wie bei der Nikolausfeier werden Theaterstücke, Gedichte und Lieder vorgetragen und auch gemeinsam gesungen.

Fair-und-Stark–Woche: Gewaltprävention

Aufgrund der sehr positiven Resonanz im Rahmen unserer Fragebogenaktion im Februar 2008 bei Kindern, Eltern und LehrerInnen haben wir uns entschieden, eine Woche lang das Thema „Frieden/ keine Gewalt“ in den Mittelpunkt unserer Unterrichtsarbeit zu stellen. Dabei befassen wir uns mit Gefühlen wie Mut und Wut und mit allen kleinen und großen Formen von Gewalt, und den verschiedenen Blickwinkeln und Rollen, die dazu eingenommen werden können. Die Woche steht unter dem Titel „Fair und Stark“ und wird, von den KlassenlehrerInnen geleitet, jeweils Ende Januar stattfinden. Das miteinander Arbeiten  TUTUNSGUT  und so verbinden wir die Woche auch mit zahlreichen gesundheitsfördernden Elementen aus dem TUTMIRGUT–Programm: Gesunde Ernährung, Bewegung und Stressregulation. Systematisch fördern wir die Gesunderhaltung in den verschiedensten Bereichen des Schullebens. In der Fair und Stark – Woche kann man die präventiven Schutzfaktoren besonders gut miteinander vernetzen.  Wir fördern die Kommunikations- und Konfliktfähigkeit, Eigenaktivität und Selbständigkeit, Zuversicht und Vertrauen, damit die Kinder auch unter schwierigen Bedingungen gesund bleiben. Viele gemeinsame Spiele, die Stressregulation und  viel Bewegung ermöglichen, helfen uns dabei. Auch die gemeinsamen gesunden Frühstücksaktionen helfen, das Bewusstsein für die Bedeutung einer gesunden Ernährung weiter zu entwickeln, Hier setzen wir unterschiedliche Schwerpunkte: gesundes Trinken, belegte Brote, Gemüse mit Dipp oder Obst am Spieß.

Zusätzlich wird ein erfahrenes Trainerteam in den vierten Klassen an intensiv und in Kleingruppen die Thematik bearbeiten. Es geht im Wesentlichen darum, unterschiedliche Formen von Gewalt zu erkennen und selbstbewusst zu reagieren. Das Trainerteam bietet vorher einen Elternabend zur Orientierung an.

Karnevalsfeier

Natürlich darf in einer Schule im Rheinland der Karneval im Schulleben nicht fehlen. Schon im Vorfeld setzt man sich in den Klassen im Kunst-, Musik- und Deutschunterricht mit diesem Ereignis auseinander. Närrische Beiträge für die Schulfeier und karnevalistischer Schmuck für Klasse und Schulhaus werden hergestellt. In der Woche vor Karneval bieten wir den Kindern als besonderes Bewegungsangebot die Pausendisco im Keller an. An Weiberfastnacht wird dann in der Aula mit Spiel, Tanz und Gesang gefeiert. Meist kommt auch das Kinderprinzenpaar - oft ehemalige Schüler unserer Schule - zu Besuch.

Afrikatag / Afrikawoche und Scheckübergabe

Vor den Osterferien beschäftigen wir uns in einigen Unterrichtsstunden projektartig mit dem Thema Afrika und besonders mit dem Land Uganda. Afrikanische Tänze, der Bau von Musikinstrumenten und deren Anwendung, ebenso wie das gemeinsame Kochen afrikanischer Gerichte sind u. a. gesundheitsfördernde Elemente in dieser Woche.

In dieser Woche übergibt die gesamte Schulgemeinde dem Vertreter der Kolpingfamilie einen symbolischen Scheck. Bei dieser Gelegenheit berichtet er von dem Leben in Uganda und den  dortigen Lebensbedingungen, die er aus persönlichen Besuchen kennt. Fotos und mitgebrachte  Gegenstände geben den Kindern einen eindrucksvollen Einblick in das Leben der Kinder, die unsere  Spenden erhalten. Die Kinder der Schule präsentieren einige  Ergebnisse der Afrikaprojekte in der Aula.

Autorenlesung

Der Förderverein unserer Schule unterstützt intensiv die Bemühungen des Kollegiums zur Leseförderung. Neben der Ausstattung der „Leseinseln" organisiert und finanziert er Autorenlesungen. Im Wechsel für die Jahrgangsstufen 1/2 und 3/4 liest ein Kinderbuchautor aus seinem Werk vor und steht den Kindern anschließend Rede und Antwort zur Entstehung seiner Bücher, zu seiner Arbeitsweise oder Person - ganz nach Interesse des Publikums. Das hilft, auch bei weniger lesemotivierten Kindern Neugier auf Bücher zu wecken.

Die vorgestellten Bücher können dann in der Leseinsel ausgeliehen und in den Lesezeiten gemütlich in der Aula auf einem Sitzsack sitzend verschlungen werden. Jede Klasse hat einmal in der Woche Lesezeit. Neben der Förderung des selbstvergessenen Lesens und der Lesefreude  sind diese Stunden auch entspannend für die Kinder und dienen der Stressregulation.

Konzerte der Musikschule

Gegen Schuljahresende besucht uns die Bornheimer Musikschule, an der einige unserer Schülerinnen und Schüler nachmittags eine musikalische Ausbildung erhalten. Mit einem Konzert gibt sie weitere Impulse und weckt Interesse für ihre Arbeit.

Alarmprobe

Zur Sicherheit in unserer Schule gehört auch, dass die Schülerinnen und Schüler, LehrerInnen und weitere „MitarbeiterInnen" mit Sicherheitsmaßnahmen und Fluchtwegen vertraut sind. Gemeinsam mit der Feuerwehr wird dazu zweimal im Jahr eine Alarmprobe durchgeführt, die ganz besonders für unsere SchulanfängerInnen jeweils ein aufregendes Ereignis darstellt!

Sport- und Gesundheitswoche

Aus dem wachsenden Bewusstsein, dass Bewegung, Stressregulation und Ernährung wichtige Bausteine der Entwicklung sind, aber im häuslichen Bereich oft nicht genügend Beachtung finden, haben wir die alljährlich stattfindenden Bundesjugendspiele für die Jahrgänge 3/4 modifiziert. Wir veranstalten eine Sport- und Gesundheitswoche für alle Schulkinder mit vielen einzelnen Schwerpunkten, die verschiedenste Sinnaspekte des Sporttreibens ansprechen: Mit den Kindern fahren wir zum Bornheimer Stadion. Die Schüler/innen der Jahrgangsstufen 3/4 beweisen hier im klassischen Dreikampf - Weitwurf, Weitsprung, 50-m-Lauf - ihre individuelle Leistungsfähigkeit.

Zusätzlich nehmen sie an Bewegungsübungen teil, die außerhalb der Bewertung liegen und Bewegungsfreude und Gruppengefühl fordern und fördern sollen. Die Jahrgangsstufen 1 / 2 müssen an diesem Tag ihre Geschicklichkeit und Körperkoordination im Piratenfest  unter Beweis stellen. Aus einem Kanon von zwölf verschiedenen Übungen aus den Bereichen „Laufen, Springen, Rollen, Ballbeherrschung" müssen acht bewältigt werden, um am Ende mit einer Urkunde ausgezeichnet zu werden. Natürlich wurden die einzelnen Übungen schon im Vorfeld während des Sportunterrichts trainiert.

Seit dem Schuljahr 08/09 wechselt sich diese Veranstaltung mit einem Sponsorenlauf / Spielefest ab.

An unserem „Schwimmtag" bieten wir den Klassen 3 während der normalen Schwimmstunde ein besonderes Spieleangebot im Wasser, das Ängste nehmen soll und Mut fördern kann.

Am „Turntag" turnen die Kinder der Klassen 3 und 4 an vier Geräten Übungen, wobei aus zwei verschiedenen Schwierigkeitsstufen gewählt werden kann. Die Leistung wird mit Punkten bewertet und in einer Mannschaftswertung zusammengezählt. Zusätzlich muss jede Gruppe noch eine Gemeinschaftsübung zeigen, um die Kooperation in der Gruppe zu fördern.

Weitere Angebote in der Sportwoche, wie z.B. Rhönradfahren und Karate, werden von Eltern oder Sportvereinen gemacht.

Abgerundet wird die Woche mit einem „gesunden Frühstück", das mit Elternhilfe in Form eines Frühstücksbuffets auf den Schulfluren aufgebaut wird. Aus einem Angebot von Obst-, Gemüse-, Quark-, Joghurt-, Saft- und Teezubereitungen können alle Kinder frei wählen und alles in den Klassenzimmern gemeinsam verzehren.

Am Ende der Sportwoche steht dann die Verteilung der bei den Bewegungstagen errungenen Wettkampfurkunden.

Abschlussgottesdienst und Verabschiedung der Viertklässler

Das Schuljahr endet traditionsgemäß mit einem ökumenischen Gottesdienst. Er findet in der evangelischen Markuskirche in Hemmerich oder bei schlechtem Wetter in der Aula der Schule statt. Für die Viertklässler ist das der letzte Schultag in unserer Schule. Deshalb versammeln sie sich alle nach dem Gottesdienst auf der Bühne unserer Aula, um sich zu verabschieden. Die Kinder der Klassenstufen eins bis drei bilden ein Spalier über die gesamte Treppen- und Flurlänge, durch das die „Großen" ein letztes Mal den Weg in ihre Klassen antreten. Hier wird allen die Geborgenheit der Grundschulzeit noch einmal bewusst.

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Besondere Ereignisse im Laufe der Schulzeit

Zwei herausragende Ereignisse im Verlauf der Schulzeit sind die große Projektwoche und das im Zweijahreswechsel stattfindende Schulfest.

Schulfest

Alle vier Jahre feiert die Schulgemeinschaft, d.h. Kinder, LehrerInnen, Betreuerinnen der OGS und Eltern ein großes Schulfest, zu dem schriftlich und durch Plakatieren auch schulferne Gäste eingeladen werden. Meist findet es in den letzten Wochen vor den Sommerferien statt. Jedes Mal zeigt sich das Schulfest in einem anderen Gewand, doch stehen immer vielfältige Angebote auf dem Programm, die unterhalten, aber auch Beispiele für gesundheitsfördernde Aktivitäten beinhalten. Musik und Theater - von Kindern und Lehrerinnen vorbereitet - Märchenerzählungen, Erlebnis- und Geschicklichkeitsspiele - von Eltern, Lehrerinnen und Kindern für alle Gäste vorbereitet. Magnet für die Erwachsenen bei diesen Veranstaltungen ist aber immer das große Buffet, das leckere Kuchen, Obstsalate, Quarkspeisen präsentiert, mit der Hilfe aller Eltern entsteht, und mit Kaffee, Tees und anderen Getränken in der Cafeteria - dem Musikraum und dem überdachten Teil des Schulhofes - angeboten und verzehrt wird.

Projektwoche

Zwischen den Schulfesten erleben unsere Schüler eine aufwändige Projektwoche. Im Vorfeld haben die LehrerInnen und oft auch engagierte Eltern ein Projektthema ausgesucht und vorbereitet. Mittels Plakaten und einem speziellen Informationstag werden die Projekte vorgestellt. Drei dieser Themen kreuzen die Kinder danach auf einem Wahlzettel an und eine Auswahlkommission aus den Reihen der LehrerInnen versucht, jedes Kind einem Projekt der Wahl zuzuteilen. So entstehen altersgemischte Gruppen, die dann eine Woche lang unter verschiedensten Aspekten und mit unterschiedlichen Materialien und Anforderungen an einem Thema arbeiten. Die Ergebnisse werden am darauffolgenden Samstag den Eltern und anderen interessierten BesucherInnen vorgestellt. Begleitet wird dieses Ereignis wiederum vom Förderverein, der Finanzmittel zur Verfügung stellt, aber auch für den Präsentationstag die Cafeteria organisiert. So entwickelt sich eine große Schulveranstaltung, die geeignet ist, unsere schulische Arbeit und Zusammenarbeit nach außen darzustellen.

 

Schule öffnen - ganzheitliches Erleben und Erfahren

Netzwerk Lernorte

Die Öffnung des Unterrichts vollzieht sich an der Nikolaus-Schule auf zwei Ebenen: Unterrichtsinhalte und -methoden sowie das Schulleben knüpfen an die Bedürfnisse und die Erfahrungen der Kinder an und erweitern diese.

Wir suchen die Zusammenarbeit mit LernpartnerInnen, um sie in die Schule zu holen oder um außerschulische Lernorte nutzen zu können.

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Die Nikolaus-Schule ist eine Offene Ganztagsschule

Träger der Offenen Ganztagsschule ist die Katholische Jugendagentur e.V. Er übernimmt in Absprache mit der Schulleitung die organisatorische Verantwortung für den OGS-Bereich. Die zentrale Koordination der zusätzlichen Kooperationspartner und die Verknüpfung von unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Angeboten liegen in den Händen der Schulleitung der Nikolaus-Schule und der Leitung der OGS.

Die Nachmittagsstrolche

In den altersgemischten Nachmittagsgruppen lernen die Kinder voneinander und handeln und bewähren sich miteinander unter der Beratung des Personals der OGS:

  • Hausaufgabenzeit ist Lernzeit und wird auch von LehrerInnen mitbetreut,
  • Hausaufgaben anfertigen (selbstständig werden, planen können, Material organisieren, Arbeitstechniken anwenden, Hilfe erfahren, Förder- und Forderangebote nutzen),
  • in Projekten Interesse entwickeln und über einen längeren Zeitraum an einer Sache arbeiten,
  • PartnerInnen für freies Spiel und gemeinsame Vorhaben gewinnen,
  • sprachliche Kompetenzen erweitern durch gemeinsame Erzählrunden, lesen, vorlesen,
  • Gedanken austauschen, Gefühle wahrnehmen und ausdrücken,
  • Konfliktbewältigung unter Anwendung des Streitschlichtungskonzepts der Schule,
  • zu Ruhe und Entspannung kommen mit Freiräumen für individuelle Gestaltungswünsche,
  • Regeln und Rituale für die gemeinsame Zeit und für den gemeinsamen Mittagstischaufstellen und umsetzen

Die Kinder werden zur Mitgestaltung und Mitverantwortung herangezogen. Die Schwerpunkte des Schulprogramms der Nikolaus-Schule wie individuelle Förderung, bewegte und gesunde Schule, Nutzung von alten und neuen Medien und Streitschlichtung finden in der OGS durch den erweiterten Zeitrahmen in besonderer Weise Eingang. Die zielgerichteten Angebote können individuell und flexibel variiert werden und aus aktuellen Lebensbezügen oder Situationsanlässen erwachsen.

Das Mittagessen mit seinen Ritualen bietet Anlass über gesunde Ernährung nachzudenken und Gerichte auszuprobieren. Die Hausaufgabenhilfe soll in Absprache mit den Lehrerinnen der Schule die Verbindung zu den Unterrichtszeiten des Vormittags wahren.

Kooperationspartner

Durch die jährlich stattfindende Befragung der OGS-Kinder werden die Wünsche für die Nachmittagsangebote ermittelt. Die Musikschule der Stadt Bornheim, Sportvereine und KünstlerInnen machen den OGS-Kindern der Nikolaus-Schule die gewünschten Angebote. Das Raumangebot ist ausreichend vorhanden. Musikraum, Medienräume und Klassenräume können für weitere Angebote genutzt werden, die das Personal in Absprache mit der Schulleitung macht.

Personal

Die Leitung organisiert gemeinsam mit ihrer Vertreterin die Tagesabläufe, bespricht und plant die inhaltliche Konzeption mit der Schulleitung und den fünf Betreuungskräften, die durch die jahrelange Mitarbeit an unserer Schule viel Erfahrung haben.

Eine Betreuerin mit der Ausbildung Tanz und Bewegung macht den Ganztagskindern ein entsprechendes Angebot in der Turnhalle. Über Förder - und Forderpläne und einen regelmäßigen Austausch über den Verlauf der Hausaufgabenhilfe mit dem Lehrerkollegium wird die Unterstützung der Kinder gewährleistet.

Die Leiterin der Offenen Ganztagsschule wird zu den Lehrerkonferenzen eingeladen und über die Geschehnisse an der Schule, die ihre Arbeit betreffen, informiert. Das Kollegium ist offen für eine beratende Mitarbeit. In regelmäßigen Abständen wird die Schulleitung Gespräche mit der Katholischen Jugendagentur und dem pädagogischen Personal über alle anstehenden Fragen führen. Das pädagogische Personal besucht erforderliche Fortbildungen.

Ferienbetreuung

Die Ferienbetreuung umfasst insgesamt 5 Wochen. In den Oster- und Herbstferien sind es je 1 Woche, in den Sommerferien 3 Wochen. Die Betreuung erfolgt von Montag bis Freitag von 8.10 Uhr bis 16.00 Uhr.

Evaluation

Gegen Ende des jeweiligen Schuljahres erfolgt eine Eltern- und Kinderbefragung zu den Projekten, der Hausaufgabenhilfe, den Förderangeboten, den durchgeführten Kursen der Kooperationspartner und zur Konfliktbewältigung. Die Auswertung wird jeweils die weiteren Planungen und inhaltlichen Schwerpunkte bestimmen.

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Teil 2 – Schulentwicklung

Schulprogramm-Arbeit ist ein Prozess, bei dem

  • alle Beteiligten in der Schule (SchülerInnen, LehrerInnen, Schulleitung, Eltern)
  • auf der Grundlage der Richtlinien und Lehrpläne
  • längerfristig und gemeinsam
  • Bestandsaufnahmen, Zielvereinbarungen, Planungen und deren Umsetzung
  • zur erzieherischen Arbeit und zur inhaltlichen, methodischen und organisatorischen Gestaltung des Unterrichts und der Nikolaus-Schule in Waldorf
  • entwickeln, verwirklichen, überprüfen und dokumentieren.

Und zwar so:

  • dass, die Beteiligten Klarheit darüber erlangen, welche Forderungen an sie von der Schule gestellt werden und welche sie ihrerseits an Schule stellen können
  • Jahresarbeitspläne konkretisieren verbindlich Entwicklungsziele, Arbeitsbereiche (= Handlungsfelder) und deren Evaluation(sformen).
  • In der Fortbildungsplanung für die Schule werden Grundsätze für die Gestaltung und die Organisation der LehrerInnen-Fortbildung der Schule vereinbart. Die Planung bezieht sich auf die Schulprogrammarbeit und auf die Jahresarbeitspläne.

Wichtig bei der Schulprogramm-Arbeit ist…

  • Vereinbarungen und Ziele zu generellen pädagogischen Fragen zu treffen
  • inhaltliche und organisatorische Schwerpunkte festzulegen
  • gemeinsam herausfinden, welche Routinen, Strukturen und Beziehungen sich für die Arbeit an der Schule bewährt haben

Entwicklungsziele

Das Kollegium legt gemeinsam langfristige Entwicklungsziele fest und verabschiedet jeweils in der „Sommerkonferenz“ die Jahresplanung mit ihren Zielsetzungen für das bevorstehende Schuljahr.

Fortbildungsplanung

Abhängig von den vereinbarten Entwicklungszielen wird der Fortbildungsbedarf  des Kollegiums durch Rückblick, Zukunftsperspektiven und Befragung ermittelt.

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