Das OGS Konzept

 

INHALTSVERZEICHNIS

 

1. Rahmenbedingungen

 

1.1 Vorgeschichte

Im Rahmen verlässliche Grundschule „acht bis eins“ wurde 1995/1996 an der Nikolaus – Gemeinschaftsgrundschule in Bornheim/Waldorf die Betreuungsgruppe „Die Strolche“ in Trägerschaft des Fördervereins der Schule eingerichtet. Zum Schuljahr 2003/2004 wurde das Konzept „Schule von acht bis eins“ mit der Nachmittagsbetreuung bis 16:00 Uhr ergänzt. Die Offene Ganztagsschule besteht seit dem Schuljahr 2005/2006. Der Name „Strolche“ blieb erhalten, das bestehende Konzept wurde weiterentwickelt. Seit 01. August 2008 haben die Katholischen Jugendwerke Rhein - Sieg e.V. die Trägerschaft übernommen. Am 01.04.2013 ist sie zur Katholischen Jugendagentur Bonn GmbH geworden.

 

1.2 OGS in der Stadt Bornheim

Die Stadt Bornheim hat in den vergangenen Jahren die Einrichtung von Offenen Ganztagsschulen (OGS) an allen Grundschulen in Trägerschaft von Trägern der freien Jugendhilfe veranlasst. Dazu wurden Kooperationsverträge mit den Trägern geschlossen. Der aktuelle Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung „Gebundene und offene Ganztagsschulen sowie außerunterrichtliche Ganztags- und Betreuungsangebote in Primarbereich und Sekundarstufe I“ vom 23.12.2010 und das Rahmenkonzept „Offene Ganztagsschule für die Stadt Bornheim“, das im Dezember 2006 verabschiedet wurde, stellen die Grundlagen für die Arbeit in der OGS an der Nikolaus-Schule dar.

Die Katholische Jugendagentur Bonn GmbH (KJA) als Träger und die städtische Nikolaus-Schule in Waldorf führen gemeinsam dieses Projekt zum Wohle der Schülerinnen und Schüler durch. Das Pädagogische Konzept für die OGS der Grundschule Waldorf wird in intensiver Zusammenarbeit von KJA, pädagogischem Personal der OGS, Schulleitung, LehrerInnen und Eltern ausgearbeitet und kontinuierlich weiterentwickelt. Es orientiert sich dabei immer an den Vorgaben des Schulprogramms der Nikolaus-Schule Waldorf.

 

1.3 Ziel der OGS

Ziel der OGS ist es, unter Einbeziehung des sozialen und kulturellen Umfeldes der Schule, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Persönlichkeitsentwicklung des einzelnen Kindes zu fördern. Mittel zu dieser Förderung sind:

  • ein strukturierter Tagesablauf
  • gemeinsames Mittagessen
  • Unterstützung bei den Hausaufgaben
  • Soziales Lernen

 

1.4 Pädagogisches Konzept

Schulische Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder sind die Basis des pädagogischen Konzepts.

Unsere Schule ist „Tut mir gut“- Schule und gewann den Schulentwicklungspreis 2012 als „Gute und gesunde Schule“. Darüber hinaus pflegt sie seit 2011 ein eigenes Netzwerk mit den umliegenden Kitas. Hier geht es darum, den Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule für Kinder, Eltern, Lehrern und Betreuern fließender zu gestalten.

Das Kind mit seinen individuellen Interessen, Bedürfnissen und seinem familiären Hintergrund steht im Mittelpunkt. Die Betreuung dient dazu, das Kind individuell zu fördern und zu stärken. Dabei werden Regeln beim Spiel, beim Mittagessen, bei der Erledigung von Hausaufgaben und in den Kursen eingeübt und auf deren Einhaltung geachtet. Die Kinder erfahren Akzeptanz und werden ernst genommen, entscheiden mit über gemeinsame Regeln, Rahmen und Struktur der Einrichtung. Sie werden in ihrer Selbständigkeit gestärkt und haben teil an gemeinsamen Planungen und Unternehmungen im Alltag und in der Ferienbetreuung. Sie lernen Verantwortung zu übernehmen und erfahren ein hohes Maß an Gleichberechtigung und Partizipation. Im sozialen Miteinander orientiert sich die OGS an den Grundwerten des christlichen Glaubens. Der Leitsatz der Schule: „Alle in einem Boot, miteinander lernen, handeln, sich bewähren“ gilt auch für den Ganztag. Mitgefühl, Achtung, Toleranz und gegenseitiger Respekt sollen gefördert werden. In der pädagogischen Arbeit liegt der Schwerpunkt, neben anderen wechselnden Angeboten und Projekten, auf Natur und Umwelt im Lauf der Jahreszeiten. Durch den nahegelegenen Schulwald können die Kinder eigene Erfahrungen machen und werden in besonderem Maße für die Natur in ihrer unmittelbaren Umgebung sensibilisiert. In den Gruppenräumen finden sich Bastelarbeiten ebenso wie Lieder und Geschichten im Rahmen der christlichen Feste, wie zum Beispiel St. Martin, Nikolaus, Weihnachten und Ostern. Neben fachlichen Angeboten haben die Kinder Freiräume für nicht angeleitete Beschäftigungen und soziale Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit anderen Kindern.

In der Betreuung gibt es ab dem Schuljahr 2017/18 fünf altersgemischte OGS- Gruppen (Betreuung bis 16:00Uhr), die „roten“, „gelben“, „orangen“, „grünen“ und „blauen Strolche“.

 

1.5. Beteiligung von freien Trägern der Kinder-und Jugendhilfe und weiteren außerschulischen Partnern

Kooperationsvereinbarungen mit folgenden Partnern sind möglich oder bestehen bereits:

  • Musikschule
  • Ortsansässige Sportvereine
  • Kirchen
  • Naturschutzbund
  • Zusammenarbeit mit der örtlichen Jugendhilfe
  • Ortsansässige Kindertagesstätten

 

1.6. Die Katholische Jugendagentur als Träger

Die Katholische Jugendagentur GmbH Bonn (KJA) sind nach § 75 KJHG ein anerkannter freier Träger der Jugendhilfe und haben auf Grundlage des Pastoralen Rahmenkonzeptes des Erzbistums Köln satzungsgemäß den Auftrag, Angebote, Maßnahmen, Projekte und Einrichtungen für junge Menschen zu konzipieren, durchzuführen und in Trägerschaft zu übernehmen, um die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen im Rhein-Sieg-Kreis nachhaltig zu verbessern.

Durch seine Arbeit wollen die KJA Kinder und Jugendliche unterstützen, sich zu entfalten und sich zu selbstbestimmten Persönlichkeiten zu entwickeln, die in der Lage sind, Familie, Staat und Gesellschaft als Chance und Herausforderung für ihre persönliche Entfaltung zu nutzen, sich solidarisch zu verhalten und am wirtschaftlichen, sozialen und politischen Leben verantwortlich mitzuwirken.

Jugendpastorales Handeln der KJA ist ein Bestandteil der Jugendhilfe im Rhein-Sieg-Kreis und in der Stadt Bornheim. Unterschiedliche Aktionen und Projekte kirchlicher Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit sind ein elementarer Teil des Gemeinwesens. Die KJA stellt sich – in Zusammenarbeit mit Kreis und Kommunen sowie anderen Trägern der Jugendhilfe – der Verantwortung der kommunalen Jugendhilfeplanung. Die KJA verfolgt dabei das Ziel, mit ihren haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedliche Angebote der Jugendhilfe für und mit jungen Menschen – unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialer oder nationaler Herkunft, Religion, Konfession oder Bildung – durchzuführen und weiter zu entwickeln. In diesem Rahmen wirken die KJA an dem Grundauftrag der Katholischen Kirche mit, jungen Menschen zukunftsorientierte Lebensperspektiven aufzuzeigen und sie bei der Gestaltung ihres Lebens zu unterstützen; dies umfasst auch die Auseinandersetzung mit dem (christlichen) Glauben unter Berücksichtigung ihrer jeweils unterschiedlichen religiösen Herkunft.

 

1.7. Raumkonzept und Ausstattung

Die Einrichtung ist in fünf Räumen im 1. Stock der Nikolaus-Schule untergebracht. Sie ist durch einen zweiten Eingang vom oberen Schulhof hinter der Schule erreichbar. Das farbliche Raumkonzept der einzelnen Gruppen spiegelt den Namen wieder. Eine komplette Wand wurde in der jeweiligen Namensfarbe gestrichen. In allen Räumen sind Tische für Gesellschaftsspiele, Mal – und Bastelecke vorhanden. Als Rückzugsmöglichkeit dienen den Kindern die Bau-, Lese- und Ruheecken. Schränke, Ranzenregale, Geschirrschrank, Spüle und Kühlschrank sind zusätzlich untergebracht. Pflanzen, die von den Kindern gepflegt werden, verschönern die Gruppenräume. Vom Flur aus sind vier Räume erreichbar, so wie auch die Toiletten der OGS. Der fünfte Raum befindet sich auf dem Flur der Klassenräume, ebenfalls in der 1. Etage. Räume der Schule, wie Aula, Sporthalle, Lerninsel, Klassenzimmer, Leseinsel, Musik-und Spielzimmer, Schulhöfe etc. werden mitgenutzt. Auch „das grüne Klassenzimmer“, unser angrenzender Schulwald, fließt in unser zu nutzendes Raumkonzept mit ein. Besonders für die von der OGS angebotenen Nachmittagsprogramme, wie Spiel & Spass, Tanzen, Fussball und Football (siehe 3.5) ist es wichtig, die Turnhalle und Aula zur Verfügung zu haben. Ein Besuch im Schulwald ist besonders an Tagen ohne AG-Angebot sehr beliebt.

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2. Realisierung

 

2.1 Betreuungszeiten inkl. Ferienbetreuung

Die Schule bietet allen Schülerinnen und Schülern eine verlässliche Unterrichtszeit von 8:10 Uhr bis 11:40 Uhr.

Die OGS bietet den angemeldeten Kindern Betreuung an Schultagen von 8:10 Uhr-8:55 Uhr und von 11:40 Uhr bis 16:00 Uhr. An unterrichtsfreien Schultagen und einzelnen beweglichen Ferientagen wird Betreuung von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr angeboten. Am Rosenmontag wird keine Betreuung angeboten.

Die beweglichen Ferientage werden jährlich von der Schulkonferenz festgelegt. Von den 3-4 beweglichen Ferientagen im Jahr werden 2 Tage betreut.

Teilnahmepflicht

Die Teilnahme der angemeldeten OGS-Kinder an fünf Wochentagen bis mind. 15:00 Uhr, max. 16:00 Uhr ist grundsätzlich verpflichtend (s. RdErl. d. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 23.12.2010, BASS 12-63, 2.5). Abweichende Regelungen, die begründet und mit der OGSLeitung vereinbart werden müssen, bedürfen der schriftlichen Bestätigung. In Ausnahmefällen, z.B. Arztbesuch, kann das Kind die OGS vorzeitig verlassen oder für einen Tag beurlaubt werden. In diesen Fällen ist  vorher eine schriftliche oder telefonische Mitteilung der Eltern nötig.

In allen Fällen ist der Elternbeitrag immer in voller Höhe zu entrichten.

Ferienbetreuung

In der Ferienbetreuung arbeiten wir projektorientiert. Wir haben immer ein „Motto“, das aus den beobachteten Interessengebieten der Kinder oder aus Themen besteht, von denen wir glauben, dass wir den Kindern eine schöne, interessante Ferienzeit anbieten können. 
Beispiele:

  • „Was kreucht und fleucht denn da?“ (Insektenwelt)
  • „Bunt wie ein Regenbogen“ (Farbenwelt)
  • „Schokolade“
  • „Eine Reise ins Weltall
  • „Helden der Lüfte und anderes Federvieh“ (Vögel)

Neben vielem Freiraum für eigene Kreativität, bekommen die Kinder Anregungen und bei Bedarf verlässliche Anleitungen. Es finden regelmäßige Besuche in Museen, in vorzugsweise heimischen Handwerksbetrieben und sonstigen Einrichtungen statt, die einen Bezug zu den jeweiligen Projektthemen haben. Wichtig ist uns auch, dass „Ferien“ im  Vordergrund stehen und der Spaß nicht zu kurz kommt.

Fixpunkte eines Ferientages sind:

  • Morgenkreis/Planung mit allen TeilnehmerInnen
  • Projektarbeit (gegebenenfalls Gruppenarbeit je nach Anzahl der Kinder)
  • gemeinsames Mittagessen
  • Abschlussrunde/Reflexion mit allen TeilnehmerInnen

Die OGS bietet Ferienbetreuung von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr in den ersten drei Wochen der Sommerferien an. In den Oster- und Herbstferien findet die Ferienbetreuung jeweils in der ersten Ferienwoche statt. Die Weihnachtsferien werden nicht betreut. Vor den Ferien wird eine Bedarfsabfrage durchgeführt. Die Anmeldung für die Ferienbetreuung ist freiwillig, aber verbindlich.

Die Kinder haben bis 8:30 Uhr Zeit in die Einrichtung zu kommen und sollen bis 16:00 Uhr bleiben, damit Ausflüge und Aktionen stattfinden können.

 

2.2 Finanzierung von OGS

OGS

Zur Deckung der Betriebskosten der OGS dienen:

  • die jährlich vom Land NRW bewilligten Mittel pro rechtzeitig angemeldetem Kind
  • der jährlich vom Land NRW bewilligte kapitalisierte Lehreranteil pro rechtzeitig angemeldetem Kind
  • die von den Eltern bzw. Sorgeberechtigten zu entrichtenden Beiträge bzw. die daraus resultierende finanzielle Zuwendung der Stadt Bornheim

Beitragsmodalitäten (laut jeweils gültiger Beitragssatzung der Stadt Bornheim) und Beitragseinzug

  • Der Elternbeitrag wird zum Beginn des jeweiligen Schuljahres laut Beitragssatzung der Stadt Bornheim festgelegt.
  • Die Elternbeiträge werden von der Gemeinde erhoben.
  • Die Verpflichtung zur Zahlung des Elternbeitrages entsteht mit der Annahme des Kindes zur Teilnahme an der „Offenen Ganztagsschule“ und wird von der Stadt Bornheim schriftlich gegenüber den Eltern bzw. Erziehungsberechtigen festgesetzt.
  • Mit dem Betreuungsvertrag erteilen die Erziehungsberechtigten der Stadt Bornheim eine Ermächtigung zum Einzug der Elternbeiträge

Beitragsregelung für Verpflegung

Die Teilnahme an der OGS schließt verbindlich ein tägliches warmes Mittagessen sowie Getränke und gesunde Zwischenmahlzeiten (Obst, Gemüse etc.) ein. Die Kosten für die Verpflegung richten sich nach den tatsächlich entstandenen Aufwendungen und werden gleichmäßig auf alle OGS-Kinder umgelegt. Die Katholische Jugendagentur, als Träger der „Offenen Ganztagsschule“, erhebt unabhängig vom Elternbeitrag das Entgelt für das Mittagessen, welches direkt durch den Träger eingezogen wird. Die Verpflegungskosten werden vom Träger pauschal im Lastschriftverfahren monatlich im Voraus eingezogen. Elternbeiträge und Verpflegungspauschale sind unabhängig von der Teilnahme des Kindes zu entrichten. Sie sind so berechnet, dass pro OGS- Platz 12 Zahlungen/Jahr zu leisten sind.

 

2.3 Personal

Zum Personal gehören die pädagogische Leitung, pädagogische Betreuungskräfte, Lehrkräfte, eine Küchenkraft und (externe) Kursleiter. Die Leitung ist eine pädagogische Fachkraft. Die Arbeitsstunden der Betreuungskräfte und AG-Leiter orientieren sich an den Gruppengrößen und dem Bedarf. Im Falle eines Vertretungsbedarfs, z.B. durch Krankheit, stellt der Träger in Absprache mit der Schule sicher, dass die OGS nicht gefährdet sind.

Das pädagogische Personal wird unter der Voraussetzung eingestellt, dass Vertretungen übernommen werden müssen; im langfristigen Fall muss der Träger für Ersatz sorgen. Lehrkräfte werden vorrangig in der Hausaufgabenzeit eingesetzt. In der Schule findet ein ständiger Austausch zwischen LehrerInnen, KursleiterInnen und dem Personal des Ganztags statt.

Das pädagogische Personal kann durch ehrenamtliche Kräfte/ MitarbeiterInnen ergänzt werden.

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3. Inhaltliches und zeitliches Konzept

 

3.1 Tagesablauf

Zeit OGS
11:40 Uhr – 12:10 Uhr Betreuung, freies und angeleitetes Spiel und Kreativangebot, Geburtstag feiern etc.
12:10 Uhr – 13:45 Uhr Mittagessen in zwei Durchgängen, im Anschluss freies Spiel auf dem Schulhof
14:10 Uhr – 15:00 Uhr Hausaufgabenzeit, Mo.- Do., in den Klassenräumen, aufgeteilt nach Klassenstufen
15:00 Uhr – 16:00 Uhr Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften oder freies Spiel in den Gruppenräumen oder auf dem Schulhof
16:00 Uhr Betreuungsende

 

3.2 Gruppengefühl, feste Betreuungspersonen, Tagesrituale

Gruppe als Grundstruktur: Kinder brauchen Strukturen. Um dem gerecht zu werden gehören die Kinder einer festen, jahrgangsübergreifenden Gruppe an, die den Kindern Halt, Orientierung und ein Gefühl der Zugehörigkeit bietet und das Kennenlernen der anderen Kinder erleichtert. Die Gruppen werden von festen Bezugspersonen geführt. Neben Spielen und Geburtstagsfeiern, Mal- und Bastelangeboten, werden auch Regeln und Probleme erörtert und am Thema „Streitschlichter“(Konfliktlösungen finden) gearbeitet.

Schulregeln: Die Regeln der OGS sind an die Schulregeln angelehnt und gelten für alle. Jede Gruppe hat ein „Regelheft“, in dem die geltenden Regeln positiv und kindgerecht formuliert und mit erklärenden Bildern festgehalten stehen. Die Regeln werden in der jeweiligen Gruppe besprochen und erörtert.

 

3.3 Mittagessen und Verpflegung

Die Kinder bekommen täglich eine warme Mahlzeit zu festgelegten Zeiten. Diese richten sich nach dem Unterrichtsschluss. Es gibt 2 Essensgruppen in der Zeit von 12:40 Uhr- 14:00 Uhr. Die Mahlzeiten werden in 2 Essräumen der Schulküche eingenommen. Die Kinder übernehmen Tischdienst und Verantwortung für einen geordneten Ablauf der Mahlzeiten. Esskultur und Rituale, werden geübt. Das Mittagessen bietet auch Gelegenheit zur Entspannung und zu Gesprächen untereinander und mit dem begleitenden Personal des Ganztags, die am Mittagstisch teilnehmen. Das warme Essen wird täglich von der KJW GmbH „Die Küche“ in Bonn-Dransdorf zubereitet und von dort aus frisch angeliefert.

Da das Essen immer zwei Wochen im Voraus bestellt wird, muss es auch dann von den Eltern finanziert werden, wenn ein Kind an einem Tag fehlt. Bei langfristigen oder planbaren Fehlzeiten wegen Krankheit oder Kuraufenthalt kann das Essen abbestellt und anteilsmäßig rückvergütet werden. Abbestellt werden kann nur mit Vorlauf von einer Kalenderwoche und für die Dauer von mindestens zwei Kalenderwochen.

Am Nachmittag bieten wir den Kindern häufig Snacks an ( das wird bei uns liebevoll „Kaffeeklatsch“genannt). Das kann Obst oder auch mal Kekse o.ä. sein. Sprudelwasser steht den Kindern jederzeit zur Verfügung.

 

3.4 Hausaufgabenbetreuung

Die Hausaufgabenbetreuung erfolgt in festen Gruppen. Alle Kinder werden, wie das Schulprogramm es vorsieht, darin bestärkt, ihre Aufgaben weitestgehend selbständig zu erledigen. Sie erfahren Beaufsichtigung, kleine Hilfestellungen und werden in ihrer Arbeit unterstützt und motiviert. Zwischen dem Personal der OGS, den Klassenlehrerinnen und der Schulleitung besteht regelmäßiger Kontakt und Austausch. Die Hausaufgabenzeit wird von den LehrerInnen und den pädagogischen MitarbeiterInnen durchgeführt. Dabei wird großen Wert auf eine ruhige und produktive Arbeitsatmosphäre gelegt. Ziel der Hausaufgabenbetreuung ist es, Kinder daran zu gewöhnen, Hausaufgaben zügig, selbständig und konzentriert zu erledigen. “Nachhilfe“ findet in der Hausaufgabenzeit nicht statt. Es lässt sich in der Praxis nicht vermeiden, dass einzelne Kinder länger an den Hausaufgaben sitzen. Jedes Kind ist individuell. Aufgabe der OGS - Hausaufgabenbetreuung ist es dann, unmittelbar Rücksprache mit den Eltern und Lehrern z.B. durch das Dokumentationsblatt zu halten, um über die Situation des Kindes zu berichten und gemeinsam eine Lösung zu finden.

Die Kinder der Nikolaus-Schule haben Freitags, in der Regel, keine Hausaufgaben auf. Die „Strolche“ nutzen diese freie Zeit um sich mit längerfristigen Spielen ( z.B. Monopoly, Schach, Playmobil o. ä.), lesen oder anderen kreativen Tätigkeiten (basteln, tanzen etc.) zu beschäftigen.

 

3.5 AG – Angebote

In den Arbeitsgemeinschaften können die Kinder aus den musischen, künstlerischen, naturwissenschaftlichen und sportlichen Angeboten ihren Fähigkeiten und Neigungen entsprechend ihre Kurse auswählen. In Einzelfällen kann die Einrichtung in Abstimmung mit Schulleitung, KlassenlehrerIn und KursleiterIn beratende Funktion übernehmen. Geleitet werden die Kurse von Sport – ÜbungsleiterInnen, KünstlerInnen, LehrerInnen und dem Personal des Ganztags. Für eine sichere Planung der KursleiterInnen sind die Kurse für ein Schulhalbjahr verpflichtend. Nicht zuletzt wird so auch das Durchhaltevermögen der Kinder gefördert. Um eine sichere Entscheidung treffen zu können, haben die Kinder die Möglichkeit, bei einigen Kursen zunächst zwei „Schnupperstunden“ zu besuchen und sich erst dann endgültig anzumelden. Die Gruppenstärke umfasst im Sportbereich bis zu 20 Kinder, in den musisch kreativen Bereichen 8 – 10 Kinder. Es sind höchstens zwei Kurse in der Woche wählbar. Ist ein Kind für eine AG angemeldet, ist die Teilnahme bis zum Ende des Kurses verbindlich.

Einmal pro Jahr findet die AG-Präsentation statt. Dort können Eltern, Geschwister und andere Interessierte Einblick in unsere AG-Angebote bekommen.

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4. Kooperation und Kommunikation

 

4.1 Zusammenarbeit von LehrerInnen und pädagogischen Fachkräften der OGS

  • Im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben wird die Hausaufgabenzeit von Lehrkräften oder pädagogischen Fachkräften der OGS betreut.
  • Die OGS-Leitung wird zu allen Konferenzen eingeladen und hat die Möglichkeit eigene Konferenzpunkte einzubringen.
  • Es findet ein regelmäßiger Austausch zwischen Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften der OGS statt.
  • Am jährlichen „Tag der offenen Tür“ informiert die pädag. Leitung der OGS über den Offenen Ganztag.
  • Es werden schulische Aktivitäten aufgegriffen und unterstützt, z.B.: Teilnahme am jährlichen Nikolausbasar und dem Sommerfest der Schule.
  • Über Stundenplanänderungen wird die OGS rechtzeitig informiert.
  • Mindestens halbjährlich findet ein Gespräch zwischen Träger, OGS-Leitung und Schulleitung mit dem Schwerpunktthema OGS statt.
  • Schul- und OGS-Leitung treffen sich 1x pro Woche zum Austausch und zur Förderung des Miteinander zwischen Schule und OGS.
  • 1x pro Monat findet ein Netzwerktreffen statt an dem die Leitungen der umliegenden Kindertagesstätten,die Schulleitung und die OGS-Leitung teilnehmen.
  • Die OGS-Betreuerinnen sind über die Teamsitzungstermine der LehrerInnen informiert und nehmen bei Bedarf daran teil.
  • An der jährlichen AG-Präsentation nehmen LehrerInnen teil.

 

4.2 Zusammenarbeit mit den Eltern

Elternabende: Zu Beginn eines jeden Schuljahres findet ein Elternabend statt. Hier werden auch die Elternvertreter des Beirates der OGS gewählt. Elternsprechzeiten:Bei Bedarf können jederzeit Elterngespräche mit der Gruppenleitung und/oder der OGS-Leitung vereinbart werden. „Tür- und Angelgespräche“: In der Abholphase können kurze  Einbindung von Elternvertretern im OGS-Beirat: Vorgesehen ist eine unmittelbare Einbindung der Elternvertreter im Beirat der OGS. 

 

4.3. OGS-Beirat

Zum OGS-Beirat gehören die Schulleitung, ein Vertreter des Trägers der Katholischen Jugendagentur Bonn und die pädagogische Leitung der OGS sowie zwei Elternvertreter/in (eine/r aus jeder OGS-Gruppe). Diese werden zu Beginn eines jeden Schuljahres in der Elternversammlung gewählt. Der OGS-Beirat trifft sich i.d.R. einmal im Halbjahr sowie nach Bedarf. Zu den Sitzungen wird durch die pädagogische Leitung schriftlich eingeladen.

 

4.4 Pädagogische Mitarbeiter der OGS

1x pro Monat trifft sich das Team der OGS zum Dienst-/ Fachgespräch. Hier findet der direkte Austausch über konkrete pädagogische und organisatorische Fragen und Absprachen statt.

 

4.5 Zusammenarbeit mit dem Träger

Die Vertreter des Trägers haben die Möglichkeit, an allen genannten Kommunikationsebenen teilzunehmen. Das heißt konkret:

  • regelmäßige Gespräche mit der Schulleitung
  • regelmäßige Gespräche mit der OGS-Leitung und den anderen pädagogischen Mitarbeitern
  • Teilnahme am OGS

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