Den Einzelnen gerecht werden – individuelle Förderung und Herausforderung

Die wichtigsten Vorgaben für jede Schule sind die ihr anvertrauten Kinder, so, wie sie sind, und nicht so, wie wir sie uns wünschen mögen. Sie haben ein Recht darauf, als einzelne, unverwechselbare Individuen mit unverfügbarer Würde ernst genommen zu werden. Sie haben ein Recht darauf, dass die Schule für sie da ist und nicht umgekehrt.

 

Die Standards zu dieser Vorgabe sind nach folgenden Rubriken differenziert:

  1. Individuelle Zuwendung, Betreuung
  2. Individualisierung des Lernens
  3. Förderung/Integration
  4. Feedback, Lernbegleitung, Leistungsbewertung

1.1 Individuelle Zuwendung, Betreuung

Standards für pädagogisches Handeln Wie werden die Standards an unserer Schule umgesetzt?
Die Schülerinnen und Schüler werden täglich begrüßt und verabschiedet, wenn sie in die Schule kommen bzw. die Schule verlassen.

Unser gemeinsamer Schultag beginnt mit einem „Offenen Anfang“, das bedeutet, dass die Kinder ab 7.50 Uhr das Schulgebäude und ihren Klassenraum betreten können. Hier begrüßt sie die Lehrerin oder der Lehrer und die Kinder haben die Möglichkeit, in der Klasse anzukommen, Hausaufgaben abzugeben, sich auszutauschen, zu lesen, zu arbeiten oder zu spielen. Der gemeinsame Unterricht beginnt um 8.10 Uhr mit einem allen Kindern bekannten Begrüßungsritual im Kreis.

Der Unterrichtstag endet mit einer gemeinsamen Verabschiedung im Kreis und die Kinder, die mit dem Bus fahren, werden von einer Lehrerin oder einem Lehrer zu unserer Bushaltestelle begleitet und dort verabschiedet.

Sie wissen, wohin sie gehören, wohin ihre Sachen gehören und die der anderen. Sie finden ihren Klassenraum geordnet vor.

Jede Klasse hat einen Klassennamen, der eine Identifikation des Kindes mit der Klassengemeinschaft ermöglicht.

In unseren strukturierten Klassenräumen finden die Kinder eine „vorbereitete Lernumgebung“ vor. Jedes Kind hat einen festen Arbeitsplatz, ein eigenes Regalfach und einen Stehsammler sowie einen Kleiderhaken außerhalb des Klassenraumes. In jedem Klassenraum finden die Kinder Funktionsbereiche, wie z.B. eine Lese- und Computerecke und Freiarbeitsregale, vor. Orientierung und Sicherheit bieten zudem der Stunden- / Tagesplan an der Tafel, festgelegte Aufteilklassen, beschriftete Fachräume sowie Patenschaften zwischen älteren und jüngeren Kindern in der Klassengemeinschaft.

Sie haben feste Ansprechpartner, und diese haben Zeit für sie.

Für die Kinder sind die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer feste Bezugspersonen und Ansprechpartner. Zusätzlich stehen den Kindern die Schulleiterin, alle anderen Lehrerinnen und Lehrer, die Sonderpädagogin, der Schulsozialarbeiter, der Hausmeister, die Sekretärin und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des „Offenen Ganztages“ als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für ihre Anliegen zur Verfügung.

Zeit nehmen sich darüber hinaus auch die Kinder füreinander: Beispielsweise als Patinnen und Paten, als Streitschlichterinnen und Streitschlichter, als Klassensprecherinnen und Klassensprecher im Rahmen der Schulversammlung der Kinder.

In der Gruppe können sie ihre Erlebnisse und Probleme vorbringen.

Erlebnisse können von den Kindern in Erzählkreisen und / oder Wochenabschlusskreisen mitgeteilt werden. Zudem besteht die Möglichkeit, Probleme und Schwierigkeiten im wöchentlich stattfindenden Klassenrat zu besprechen und gemeinsam Lösungen zu finden. Bei akuten Problemen nimmt sich die Gruppe Zeit für die entsprechenden Kinder und deren Probleme und Schwierigkeiten, um diese direkt zu klären. Des Weiteren können sich die Kinder an die ausgebildeten Streitschlichter der Schule wenden, um ihre Anliegen vorzutragen und gemeinsam zu schlichten.

Im Rahmen der kleinen und großen Schulversammlung ist den Kindern eine weitere Möglichkeit gegeben, ihre Anliegen und Probleme auf schulischer Ebene vorzubringen.

Sie finden Hilfe und Beratung für persönliche Probleme bei allen für sie zuständigen Erwachsenen.

In unserer Schule sind dies:

  • die Lehrerinnen und Lehrer
  • die Lehramtsanwärterinnen
  • die Sonderpädagogin
  • die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der OGS
  • der Schulsozialarbeiter
  • der Hausmeister
  • die Sekretärin
  • Lese- und Computereltern
  • die Ehrenamtlichen
  • die Reinigungskräfte
Sie finden Hilfe und Beratung für gesundheitliche Probleme. Zuwendung durch andere Kinder und die Erwachsenen sind in unserer Schule selbstverständlich. Zudem gibt es in jeder Klasse Pflaster und Taschentücher und die Möglichkeit, sich Kühlkompressen zu holen und sich bei Unwohlsein zurückziehen zu können. Bei schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen sind Notfallnummern der Eltern im Sekretariat hinterlegt. Dort befindet sich auch eine Erste-Hilfe-Ausrüstung. Das Kollegium lässt sich regelmäßig in Erster Hilfe für Kinder aus- und fortbilden.
Sie wissen, dass die Schule in Kontakt mit ihrer Familie steht und hilft, für Probleme Lösungen zu finden.
Die Eltern finden in der Schule Beratung und Unterstützung.

Ein Austausch zwischen allen Erziehungsbeteiligten ist Grundlage unserer Zusammenarbeit. Auch die Kinder sind darüber informiert, dass verschiedene Möglichkeiten des Austauschs zwischen ihrer Familie und der Schule bestehen:

Darüber hinaus können weitere individuelle Vereinbarungen getroffen werden, die die Entwicklung eines Kindes fördern:

  • Verhaltens- und Arbeitspläne
  • Förderplan- und Beratungsgespräche mit der Sonderpädagogin
  • Beratung durch externe Fachkräfte
  • Informationen über das Bildungs- und Teilhabepaket durch den Schulsozialarbeiter
Die Lehrerinnen und Lehrer handeln entsprechend dem Leitbild der Schule

Unser Leitbild der Schule – „Alle in einem Boot - Miteinander lernen, handeln, sich bewähren“ – ist allen Beteiligten jederzeit präsent und spiegelt sich in unserem gemeinsamen pädagogischen Alltag wider, durch:

  • mit- und voneinander lernen: in gemeinsamen Teamsitzungen und Konferenzen
  • handeln: Individualität schätzen und ihr Raum geben
  • sich bewähren: Inklusion in allen Klassen umsetzen und leben
Die Lehrerinnen und Lehrer begegnen den Schülerinnen und Schülern respektvoll und „auf Augenhöhe“ (auch sprachlich).

Wir Lehrerinnen und Lehrer sehen die Kinder als Individuen und begegnen ihnen respektvoll und „auf Augenhöhe“, indem wir:

  • uns ihnen bei Gesprächen zuwenden
  • uns wirklich „auf Augenhöhe“ begeben
  • uns zu ihnen in den Kreis setzen
  • uns als gleichwertiges Mitglied des Klassenrates sehen und uns ebenfalls melden
  • die Stärken der Kinder „sehen“
  • uns sprachlich kindgemäß ausdrücken
In der Schule wird den Schülerinnen und Schülern gutes, nahrhaftes Essen geboten.

Seit 2015 nimmt die Nikolaus-Schule am EU-Schulobst-Programm teil. Auf den Elternabenden empfehlen wir ein gesundes Frühstück, welches auch innerhalb der Klasse thematisiert wird. In Kooperation mit den Eltern wird für zusätzliches Trinkwasser in den Klassen gesorgt.

In der OGS wird das tägliche, warme Mittagessen aus der Küche der Trägereinrichtung geliefert. Es richtet sich nach der “Bremer Liste”. Es gibt Fisch, Fleisch und Vegetarisches. Die Gerichte werden mit den Kindern ausgesucht (per Abfrage) und es wird auf abwechslungsreiche, saisonbezogene Ernährung geachtet. Des Weiteren bietet die OGS im Nachmittag noch gesunde “Snacks” an, wie z.B. Obst und Gemüse.

Sie finden in der Schule viele Gelegenheiten für Bewegung, Spiel und Sport.

Als zertifizierte „Tut-mir-gut“-Schule bieten wir den Kindern zahlreiche Gelegenheiten und Räume für Bewegung, Spiel und Sport:

  • Sportunterricht in allen Klassen
  • Schwimmunterricht im zweiten Halbjahr des 3. Schuljahres und im ersten Halbjahr des 4. Schuljahres
  • Bewegungspausen im Unterricht
  • Spiele- und Bewegungskiste in jeder Klasse
  • zwei Schulhöfe, z.B. mit Klettergerüsten, Kletterwand und Fußballtoren
  • ein Schulhof mit Spielehäuschen (Ausleihsystem von Spielgeräten, z.B. Roller)
  • Schulwald mit Bach
  • Sportwoche, u.a. mit Sponsorenlauf oder Bundesjugendspielen
  • Fußball-Schulteams
  • sowie eine Vielzahl an weiteren Bewegungsangeboten als AGs in der OGS, z.B. Judo, Tanzen und Ballspiele
Sie können sich in ruhige Räume zurückziehen.

In jeder Klasse besteht für einzelne Kinder die Möglichkeit, sich an „Ruhearbeitsplätze“ oder an Leseplätze zurückzuziehen.

In der OGS gibt es zusätzlich einen Ruheraum.

Sie finden in der Schule viele Gelegenheiten für musisches und handwerkliches Tun.

Zu verschiedenen Veranstaltungen, z.B. Einschulung und Weihnachtsfeier, treffen sich alle Kinder der Schule in der Aula, um gemeinsam zu singen. Häufig wird dies durch unsere Flötengruppe begleitet. Zudem nutzen wir im Musikunterricht regelmäßig unseren Musikraum, der mit einer Vielzahl an Instrumenten ausgestattet ist.

Unsere Schule kooperiert mit der Musikschule Bornheim und bietet für alle Kinder des ersten Schuljahres das musische Projekt „JeKI 1“ an. Weiterführend können Kinder des zweiten Schuljahres im Projekt „JeKI 2“ ein Musikinstrument erlernen und am JeKI-Orchester teilnehmen.

In der OGS bieten wir zudem verschiedene AGs an, in denen sich die Kinder handwerklich-kreativ betätigen können.

 

1.2 Individualisierung des Lernens

Standards für pädagogisches Handeln Wie werden die Standards an unserer Schule umgesetzt?
Jede Schülerin, jeder Schüler kann in jeder Unterrichtsstunde gut „mitkommen“.

Jedes Kind wird dort abgeholt, wo es in seiner Entwicklung steht.

„Mitkommen“ heißt bei uns: Jedes Kind lernt auf seinem Niveau und auf seinem eigenen Weg. Ein Kind wird dabei also weder über- noch unterfordert. Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Materialien, so dass jedes Kind individuell und in eigenem Lerntempo, im Rahmen der verbindlichen Richtlinien und Lehrpläne, arbeiten kann (Individualisierungskonzept).

Das Lernen mit- und voneinander spielt dabei im Unterricht eine große Rolle.

Jede Schülerin, jeder Schüler kann in jeder Unterrichtsstunde Leistungen erreichen, die – gemessen an ­ihren/seinen Voraussetzungen – „gut“ sind. Durch das individuelle Arbeiten und die auf das Kind angepassten Materialien wird eine bestmögliche Förderung erzielt.
Die Lehrenden kennen die individuellen Lernstände.

Durch die tägliche Beobachtung der Lernprozesse und Sichtung der Arbeitsergebnisse im Unterricht sind die Lehrerinnen und Lehrer jederzeit über den aktuellen Lernstand informiert und können entsprechende Förder- und Forder­angebote bereitstellen. Darüber hinaus hat unsere Schule einen „Diagnose-Fahrplan“ entwickelt, auf dessen Grundlage ermittelt wird, auf welchem Lernstand sich die Kinder zu unterschiedlichen Zeitpunkten befinden.

Zusätzlich dazu besteht die Möglichkeit, verschiedene Testungen im sonderpädagogischen Bereich (beispielsweise ELDiB) nach Bedarf durchzuführen.

Sie verstehen individuell verschiedene
Lernmöglichkeiten und -wege.

Die Lehrerinnen und Lehrer bilden sich regelmäßig auch im Bereich der Lernmöglichkeiten und -wege fort.

Durch die Bereitstellung aktueller Fachliteratur stehen den Lehrerinnen und Lehrern verschiedene Informationsquellen zur Verfügung.

Zudem finden wöchentlich feste Teamsitzungen statt, in denen gemeinsam Unterricht geplant, besprochen und reflektiert wird. Ein täglicher Austausch mit allen Lehrerinnen und Lehrern (inkl. Sonderpädagogin) ermöglicht Rück­sprachen.

Die Lehrerinnen und Lehrer arbeiten in Teams zusammen, zu deren Aufgaben pädagogische Beratungs­gespräche über die Schülerinnen und Schüler gehören.

In wöchentlichen Teamsitzungen besteht die Möglichkeit zum Austausch und zur Beratung. Dies beinhaltet auch das Gespräch über einzelne Kinder. Hier können Förder- und Fordermöglichkeiten gemeinsam geplant und besprochen werden. Außerdem finden regelmäßig Teamsitzungen in verschiedenen Fachrichtungen statt, um auch hier einen fachlichen und pädagogischen Austausch zu ermöglichen. Zur Unterstützung kann der Rat der Sonderpädagogin hinzugezogen werden.

Zudem werden regelmäßig Gespräche zwischen den Lehrerinnen und Lehrern und den Mitarbeiterinnen der
OGS geführt, in denen die Möglichkeit besteht, gezielt über Kinder zu sprechen.

In besonderen Einzelfällen findet eine Beratung im gesamten Kollegium statt.

Die Schülerinnen und Schüler erwerben ein Repertoire unterschiedlicher Methoden und lernen sie sinnvoll anzuwenden. Unsere Schule hat ein Methodenkonzept entwickelt, um den Kindern ein sinnvolles Angebot an unterschiedlichen Methoden zur Verfügung zu stellen. Auch in den wöchentlichen Teamsitzungen geht es bei der Planung des Unterrichts um den Einsatz abwechslungsreicher und den Lerntypen entsprechender Methoden.
Die Lehrenden bedienen individuell verschiedene Lernmöglichkeiten und -wege. Einen großen Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit der Nikolausschule stellt die Individualisierung dar. Um diese bestmöglich umzusetzen, wurde ein Individualisierungskonzept von der Schule entwickelt. Hierbei geht es um optimale Förderung eines jeden Einzelnen.
Die Schülerinnen und Schüler finden alle Materialien vor, die sie für ihre Arbeit brauchen.

Den Kindern stehen ausgewählte Materialien in ausreichender Menge in jedem Klassenraum zur Verfügung. Dazu gehören:

  • ein festes Regalfach für jedes Kind
  • ein Stehordner zur Aufbewahrung von Arbeitsmaterialien
  • ein Portfolio zur eigenen Lerndokumentation der Grundschulzeit
  • eine Klassenbibliothek
  • zwei Computer inklusive Drucker
  • vers. Materialien wie Papier, Stifte, Scheren usw.
Sie haben genügend Zeit, um ihre Arbeit in ihrem eigenen Tempo zu erledigen.

Um jedem Kind die Möglichkeit zu geben, in seinem eigenen Tempo zu arbeiten, gibt es an unserer Schule Arbeitspläne, die den Kindern individuell angepasst werden. An diesen Plänen arbeiten die Kinder in der Schule sowie in den Hausaufgaben. Dies bedeutet, dass die Kinder in den Hausaufgaben individuell an unterschiedlichen Dingen arbeiten. Die Erstklässler arbeiten dabei 30 Minuten, die Zweitklässler 40 Minuten und die Dritt- und Viertklässler 60 Minuten.

Auch der offene Arbeits- und Reflexionsbeginn ermöglichen einen individuellen Einstieg in das Arbeiten, das Klären von offenen Fragen sowie unterschiedlich viel Zeit für die Bearbeitung.

 

1.3 Förderung, Integration

Standards für pädagogisches Handeln Wie werden die Standards an unserer Schule umgesetzt?
Alle Schülerinnen und Schüler finden in der Schule herausfordernde und spannende Lerngelegenheiten.

In unserer Forscherinsel können die Kinder zu sachunterrichtlichen, naturwissenschaftlichen Themen experimentell und entdeckend lernen. Es gibt die Möglichkeit, hier auch eigenen Interessen und Fragestellungen nachzugehen. Lernen wird für Kinder besonders ­spannend und effektiv, wenn sie ihre Umwelt selbst entdecken und sich Phänomene selbst erschließen können. Die Kinder werden dabei begleitet, eigenständig Wege zur Lösung ihrer Fragestellungen zu finden. Diese Lösungswege können vielfältig und unterschiedlich umfangreich sein.

Wichtig ist uns dabei, dass die Kinder ihre Herausforderung selbst finden.

Im Sachunterricht tauchen herausfordernde, spannende Lernmöglichkeiten besonders häufig auf. Die Forscherinsel sowie der angrenzende Schulwald bieten uns hierbei besonders geeignete Räume, um forschend und experimentierend tätig zu werden.

Sie werden nach ihren Lernwünschen gefragt, und diese werden ernst­genommen.

Aktuelle Themen, die die Kinder bewegen, werden im Unterricht aufgegriffen.

In jeder Klasse gibt es Phasen der Freiarbeit, in denen die Kinder ebenfalls eigene Themen auswählen und eigenständig erarbeiten können.

Die Kinder stellen ihre Ergebnisse vor und erhalten Rückmeldung.

Beim freien Forschen, z.B. in der Forscherinsel, erhalten die Kinder immer wieder die Möglichkeit, selbst gewählten Fragestellungen nachzugehen. Auch innerhalb eines vorgegebenen Themas haben die Kinder oft die Möglichkeit, eigene Schwerpunkte zu setzen.

Sie werden individuell beraten und begleitet.

Da jedes Kind in individuellem Tempo und daher an verschiedenen Materialien arbeitet, ist es besonders wichtig, den Lernstand jedes Kindes im Blick zu halten. Alle erhalten regelmäßig sowohl mündliche als auch schriftliche Rückmeldungen zu Lernstand, Arbeitstempo, Lernfortschritt und nächsten Lernzielen.

Der offene Schulanfang von 7.50 Uhr bis 8.10 Uhr bietet eine besondere Möglichkeit, Gespräche mit einzelnen Kindern zu führen, um Probleme zu klären oder den weiteren Lernweg zu planen.

Sie lernen, die eigenen Begabungen und Defizite einzuschätzen und darauf angemessen zu reagieren. Die Kinder setzen sich zu Beginn der Woche ein Ziel, das sie an einer Magnetwand dokumentieren.  Am Ende der Woche bewerten sie, inwiefern sie das Ziel erreicht haben oder nicht. Darüber hinaus helfen ihnen die individuellen schriftlichen und mündlichen Rückmeldungen durch die Lehrerinnen und Lehrer, ihre Lernprozesse und Arbeitsergebnisse einzuschätzen.
Ihre Begabungen werden heraus­gefordert und gefördert.

Leistungsstarke Kinder werden durch die Möglichkeit des Voranschreitens in individuellem Lerntempo herausgefordert.

Jährlich werden für die dritten und vierten Schuljahre der Landesweite Mathematikwettbewerb sowie der Känguru-Wettbewerb der Mathematik angeboten.

Einige besonders begabte Kinder werden zudem in Absprache mit den Eltern ausgewählt, um in den Herbstferien an der Hochbegabtenakademie teilzunehmen.

Für Lernprobleme finden sie geeignete Hilfen.

An unserer Schule wird viel Wert darauf gelegt, dass sich die Kinder gegenseitig helfen und unterstützen. Selbstverständlich sind auch alle Lehrerinnen und Lehrer sowie ehrenamtliche AnsprechpartnerInnen ansprechbar bei Schwierigkeiten.

In ihrem Klassenraum finden die Kinder vielfältige Lernhilfen und unterstützendes Material wie z.B. Rechenrahmen, Wörterbücher, Anlauttabelle.

An unserer Schule gibt es eine "Lerninsel", die von einer Sonderpädagogin betreut wird. Hier werden vor allem Kinder mit sonder­pädagogischem Förderbedarf individuell unterstützt.

Für alle Kinder besteht die Möglichkeit, bei besonderen Lernschwierigkeiten an speziellen Förderstunden in Kleingruppen teilzunehmen.

 

1.4 Feedback, Lernbegleitung, Leistungsbewertung

Standards für pädagogisches Handeln Wie werden die Standards an unserer Schule umgesetzt?
Die Schülerinnen und Schüler erhalten für ihre Leistungen verständliche und hilfreiche Rückmeldungen.

Das Leistungsvermögen jedes Kindes wird kontinuierlich diagnostiziert und dokumentiert. Es werden Tests mit individuellem Feedback geschrieben. Zu Lernprozessen und Arbeitsergebnissen erhalten die Kinder täglich mündliche oder schriftliche Rückmeldungen.

Die Hausaufgaben werden regelmäßig kontrolliert.

Die Rückmeldungen orientieren sich primär an dem, was der/die Einzelne geleistet hat und kann. Die Leistungen jedes einzelnen Kindes werden in den Blick genommen und wertschätzend auf der Grundlage des individuellen Leistungsvermögens kommentiert, dies geschieht auch in Partner- und Gruppenarbeiten.
Die Rückmeldungen spiegeln den zurückgelegten Lernweg, gemessen am individuellen Leistungsvermögen und bezogen auf die individuell erreichbare fachliche Progression. Rückmeldungen beinhalten die Würdigung dessen, was ein Kind erreicht hat. Es kann daraus ablesen, was es vorher schon konnte, was es bis heute geschafft und was es noch vor sich hat. Insbesondere in den Zeugnissen werden detaillierte und individuelle Aussagen zu den von den Kindern erreichten Kompetenzen gemacht. Diese beziehen sich auf die in den Lehrplänen beschriebenen Kompetenzerwartungen.
Das noch nicht Erreichte wird so zurückgespiegelt, dass die Rückmeldung als konstruktive Hilfe erfahren wird.

Rückmeldungen, die beinhalten, was bisher noch nicht geschafft wurde, werden grundsätzlich so formuliert, dass das Kind zur Weiterarbeit motiviert wird. So erhält das Kind darüber hinaus Informationen, welcher der nächste Entwicklungsschritt ist.

Die Kinder bekommen Hinweise, was sie können und was sie noch üben müssen.

Die Rückmeldung weist konkrete Hilfen zur Bewältigung der nächsten Lernschritte aus.

Wir geben Tipps und Hilfestellungen, wie der nächste Lernschritt erfolgreich gemeistert werden kann.

Die Kinder erhalten individuelles Arbeitsmaterial, um Aufgaben zielführend bearbeiten zu können.

Die Rückmeldung ist dialogisch: Die Schülerinnen und Schüler sind in die Bewertung einbezogen. Alle Kinder haben die Möglichkeit, im Vieraugengespräch mit der Lehrerin oder dem Lehrer ihre eigene Einschätzung zu ihren Lernprozessen und Arbeitsergebnissen mitzuteilen. Die Kinder geben sich gegenseitig Rückmeldungen in Form von Lob und Tipps.
Die Schule stellt individuelle Förderprogramme und kompetente Unterstützung bereit. Unsere Sonderpädagogin begleitet und unterstützt bei Bedarf Kinder in unseren Klassen, das Kollegium und Eltern. Beobachtung und die Anwendung von standardisierten Testverfahren sind die Grundlage für die Formulierung abgeleiteter Förderziele und der individuellen Förderplanung.
Die Förderprogramme werden in Förderplänen ­festgelegt, diese werden regelmäßig ausgewertet und fortgeschrieben. Festlegung, Auswertung und Weiterschreibung der Förderpläne finden im direkten Austausch zwischen Klassen­lehrerin oder Klassenlehrer und der Sonderpädagogin statt.
Die Schülerinnen und Schüler geben den Lehrenden ihrerseits Feed Back über den Unterricht. Im Klassenrat oder im Wochenabschlussgespräch haben die Kinder die Möglichkeit, mündliche Rückmeldungen zum Unterricht zu geben.