Blick über den Zaun / Arbeitskreis Eltern und Kollegium

Die Schulprogrammarbeit im Rahmen unserer Mitgliedschaft im Schulverbund „Blick über den Zaun“ verlief in diesem Schuljahr konstruktiv und ergebnisreich. Zahlreiche Eltern und KollegInnen haben sich an mehreren Abenden über das Schuljahr verteilt getroffen und für den Bereich „Schule als Gemeinschaft – Demokratie lernen und leben/Achtungsvoller Umgang/Schulklima“ gemeinsam überlegt, wie die Nikolaus-Schule die Standards, ausfüllt und wo es gegebenenfalls noch Entwicklungsbedarf gibt. Die Formulierungen zur Erfüllung dieser Standards sind in der Schulkonferenz zu Beginn des Monats verabschiedet worden und werden in Kürze auf der Homepage unter der Rubrik „Schulprogramm“ veröffentlicht werden.

Darüber hinaus gibt es – ebenfalls als Ergebnis des gemeinsamen Arbeitskreises - auch ein für alle sichtbares Ergebnis im Schulgebäude: Anfang Juni wurde den Kindern in einer großen Schulversammlung in der Aula das „Giräffchen des Monats“ vorgestellt. Es handelt sich um eine von Eltern, Kindern und Lehrerinnen hergestellte große Holzfigur in Giraffenform, die jeden Monat wechselnd einen für das gemeinsame Schulleben besonders wichtigen Standard als Schild um den Hals trägt. In den Klassen wird die Bedeutung des Standards und die Art und Weise, wie wir ihn aktuell erfüllen, diskutiert und reflektiert. Das „Giräffchen“ des Monats Juni heißt, in Kindersprache verständlich gemacht:
„Ich begrüße jeden freundlich.“

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Eltern und KollegInnen für ihre engagierte Mitarbeit im BüZ-Arbeitskreis und hoffen auch für das kommende Schuljahr auf rege Beteiligung. Die Termine werden Sie über die Schulinfo erfahren.

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BÜZ - Tagung

Ende April war es soweit. Frau Schmitz und Frau Domscheit fuhren nach Göttingen zu der großen Tagung des Schulverbundes „Blick über den Zaun“, dem die Nikolaus-Schule seit einigen Jahren angehört. Eine Tagung wie diese findet alle 4 Jahre statt und es treffen sich die VertreterInnen aus allen Arbeitskreisen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Themen der diesjährigen Tagung waren Partizipation, Verantwortung und Demokratie. Frau Domscheit und Frau Schmitz hörten dazu zunächst verschiedene Kurzvorträge von Experten und Wissenschaftlern. Anschließend besuchten sie unterschiedliche Workshops, um sich mit anderen LehrerInnen darüber auszutauschen, wie Kinder und Jugendliche zu demokratischem Lernen angeregt werden können, d.h. wie sie lernen können, Verantwortung zu übernehmen, sich an der Gestaltung von Unterricht zu beteiligen, das Schulleben demokratisch zu gestalten, mitzubestimmen und vieles mehr. Auch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung wurde dabei ausdrücklich einbezogen.

Der Erziehungswissenschaftler Peter Fauser sowie Lothar Krappmann (Autor des Manifests "Kinderrechte, Demokratie und Schule" sowie Mitglied des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes) hielten die Hauptreferate. Fauser zeigte in seinem Vortrag die aktuelle Gefährdung der Demokratie auf, z.B. durch den wachsenden Rechtsextremismus oder durch unkontrollierte Auswüchse des globalen Kapitalismus bzw. einer unkontrollierten Digitalisierung. Er forderte dazu auf, Demokratie nicht nur zum Inhalt schulischer Curricula zu machen, sondern Kindern und Jugendlichen in Schule vielfältige Möglichkeiten der Übernahme von Verantwortung und der Beteiligung an Entscheidungen zu ermöglichen. Krappmann stellte die von der Bundesrepublik 1992 unterzeichnete UN-Kinderrechtskonvention in den Mittelpunkt seines Vortrages. Kinderrechte seien Menschenrechte und müssten als Grundlage für die Gestaltung von Bildung und Erziehung in den Schulen dienen. Kinder und Jugendliche seien an allen Entscheidungen, die sie und ihre Zukunft betreffen, zu beteiligen und müssten die Möglichkeit erhalten, alle ihre Potentiale entwickeln zu können. Dies gelte, so Krappmann, ganz besonders für den Bereich Schule.

Der Austausch mit KollegInnen aller Schulformen war inspirierend und brachte Impulse auch für die Schulentwicklung bei uns vor Ort.

Es ist schön, einem so innovativen und kritisch reflektierenden Schulverbund anzugehören, der immer weiter daran arbeitet, Schule dem Kind anzupassen und das Lernen weiter zu entwickeln.

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Englisch zum Anfassen

Heute bekamen die Schülerinnen und Schüler der Nikolaus-Schule einen besonderen Leckerbissen präsentiert. Eigens angereist für sie war das Theater-Schauspiel-Team mit Samantha Amery und Joseph Philpotts, deren Muttersprache Englisch ist. Sie spielen für das „White Horse Theatre“, das seinen Namen aus dem weißen Pferd ableitet, das sowohl in der Heimatstadt des Gründers, Peter Griffith, als auch im Wappen des jetzigen Wohnortes Nordrhein-Westfalen, wichtigstes Symbol ist. Damit erinnert der Gründer des Theaters an die Verbindung Deutschlands mit England.

Für die Kinder des ersten und zweiten Schuljahres spielten sie das einstündige Stück „Spot the Dog.“

Der Hund Spot liebt Schokolade und spielt gerne mit Kindern. Sein Besitzer Hilary ahnt nicht, dass er sogar sprechen kann!

Auf der Homepage des Theaters heißt es dazu:

„In diesem bezaubernden Stück in sehr einfachem Englisch können Kinder der ersten und zweiten Klassen ihre Sprachkenntnisse anwenden und werden in das Stück einbezogen, z.B. wenn sie Spot auffordern, einen seiner Tricks vorzuführen oder wenn der liebenswerte Hund von einem Lehrer Schokolade stiebitzt...“

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Die Kinder der Klassenstufen drei und vier sahen das Stück „Jack and the Beanstalk“, ebenfalls auf eine Stunde konzipiert.

Jack und seine Mutter sind arm und hungern. Als Jack eine magische Bohnenranke erklimmt, gelangt er in ein Land über den Wolken. Dort findet er Gold, das ihm aus der Armut helfen könnte. Doch das Gold wird von einem bösen Riesen bewacht, der Kinder frisst!

Hierzu heißt es auf der Homepage des Theaters: „Jack and the Beanstalk ist eines der beliebtesten Märchen Englands. Diese Bearbeitung in sehr einfachem Englisch verwendet vor allem Vokabeln, die Kindern der dritten und vierten Klassen bereits vertraut sind.“

White Horse Theatre ist ein pädagogisches Tourneetheater, das englischsprachige Theaterstücke an deutschen Schulen aufführt. Inzwischen ist White Horse Theatre zur europaweit größten professionellen Theatergruppe dieser Art geworden. Pro Jahr sehen sich ca. 400.000 Schüler die Aufführungen des Theaters an.

Die Kinder der Nikolaus-Schule waren jedenfalls begeistert! Sie durften an vielen Stellen sogar mitmachen und haben mit Sicherheit eine ganze Menge Englisch gelernt!